Bonn, der 12.06.2025
Mikrometeorite? Die Dinger findet man doch nur in der Antarktis? Nein, dem ist nicht so. Pro Tag gehen etwa 100 Tonnen relevantes Material auf der Erdoberfläche nieder. Umgerechnet ist das in etwa 1 Mikrometeorit pro Jahr und Quatratmeter. Die Dinger sind also überall. man muss sie nur finden. Jon Larsen, ein norwegischer Berufsmusiker hat in jahrelanger Arbeit mit Versuch und Irrtum eine Methode entwickelt, Mikrometeorite auch im urbanen Umfeld zu finden.
Um es vorweg zu nehmen: der Staub auf Flachdächern bietet die beste Möglichkeit, fündig zu werden. Aber oft genug geht man auch da leer aus, zumal die kleinen Boten aus dem All im Schnitt nur einen Durchmesser von 300 µm haben.
Das Verfahren zur Suche nach und die Klassifizierung der Mikrometeorite hat uns unser Referent Peter Gärtner vorgestellt und uns auch einen Rückblick auf die Entwicklung des Verfahrens und die Öffentlichkeitsarbeit der Mikrometeoriten-Jäger gegeben.
Wer möchte, kann den Vortrag anhand eines PDF Files, dass uns Herr Gärtner für den privaten Gebrauch zur Verfügung gestellt hat, nachvollziehen. Die Datei kann im
Mitgliederbereich unter "Interne Downloads" heruntergeladen werden.
Anbei noch einige interessante Links, in der auch das Vorgehen zur Suche nach Mikrometeoriten beschrieben ist:
Link zu den Mikrometeoriten-Seiten der Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen:
https://www.sternwarte-essen.de/de/aktivitaeten/mikrometeorite
Link zur Webseite Urbane Mikrometeorite von Thilo Hasse (Berlin)
https://www.micrometeorites.org/