Kurznachrichten Oktober / November 2025
Kurznachrichten
Liebe Leserinnen und Leser, hier ein neues Format, die Kurznachrichten. Diesmal zu den MKB Abenden im Okrober und November.
MKB Treffen im Oktober: Schneiden, Färben, Legen
Im vergangenen Oktober hat unser Referent Jörg Weiß wie jedes Jahr anhand des Blattstiels vom Efeu in die Erstellung botanischer Dauerpräparate eingeführt.
Wie das geht? Das können alle Interessierten hier nachlesen:
Botanische Dauerpräparate
Hier folgen diesmal nur ein paar Impressionen vom Workshop.
Bilder vom Workshop Schneiden, Färben, Legen
MKB Treffen im November: Biberdämme
Der Einfluss des Europäischen Bibers auf die Wirbellosengemeinschaft von Mittelgebirgsbächen
Referentin: Sara Schloemer
Biberdämme, Biberteiche und ihre Randvermoorungen, Bachaufspaltungen, Nebengerinne, Biberwiesen und ein großer Totholzanfall waren einst häufige Strukturen in kleinen Bächen. Die Wiederansiedlung und Verbreitung von Bibern auf der Nordhalbkugel geht mit einer kontinuierlichen Wiederherstellung der kleinen Wasserläufe und ihrer Auen einher, deren Lebensgemeinschaft bis heute kaum erforscht wurde. Durch Untersuchungen der Wirbellosengemeinschaft (Schwerpunkt Libellenfauna) bekommt man tiefere Einblicke in diese Lebensraumvielfalt. Die Anzahl an Arten und an Individuen wird positiv beeinflusst, dazu lassen sich Artenkombinationen nachweisen die ohne den Biber nicht vorkommen.
Als Besonderheit konnten wir Proben angenagter Baumstämme, Biofilme und Biberfell mikroskopieren.
Zu den Bildern
Dr. Horst Wörmann hat noch einige Aufnahmen von den Biberhaaren gemacht, die Frau Dr. Schlömer dabei hatte.
Er schreibt:
Vergleichsbild Biberhaar/Mensch (= Säugetier). Die Biberhaare unterscheiden sich nicht so sehr von den üblichen Säugetierhaaren.
Oberfläche mit den Haarschuppen, Lackabdruck mit Zaponlack, DIK. Im üblichen Hellfeld in Wasser – so wie wir das am Donnerstag
gemacht haben – sind die Schuppen nur schwer erkennbar, deshalb der Lackabdruck. DIK habe ich genommen, weil der Kontrast im farblosen
Zaponlack minimal ist, mit DIK das aber schön herauskommt.
Bild des Haares in Wasser, optischer Schnitt ungefähr durch die Mitte, und dieselbe
Stelle noch mal unter gekreuzten Polfiltern. Je nach Lage zur Polarisationsebene erscheint das Haar hell oder dunkel wegen der Strukturdoppelbrechung
der Haarfibrillen, siehe letztes Bild, mit zwei Haaren unterschiedlicher Orientierung zur Polarisation.
Literatur zu den Haaren ist zahlreich, z.B.
Deedrik, D.W.; Koch, S.L.: Microscopy of Hair Part II: A Practical Guide and Manual for Animal Hairs.
Forensic Science Communications (200224) Vol. 6. No. 3
Bilder vom Workshop Schneiden, Färben, Legen
Dank
Wir danken Frau Dr. Schloemer für ihren interessanten und lehrreichen Vortrag.