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Die Europäische Stechpalme

Jörg Weiß, vom 28.11.2020

Beim Pilzesuchen begegnet man immer wieder der Europäischen Stechpalme mit ihren im Herbst leuchtend roten Früchten und glänzenden, stachelbewehrten Blättern. Die Sträucher etablieren sich selbst in Fichtenwäldern, sobald nur eine kleine Lücke etwas mehr Licht zum Boden durch lässt. Die zähen Blätter der Pflanze wollte ich mir dann passend zur Jahreszeit einmal unter dem Mikroskop ansehen.
Artikelinhalt

Interessantes zur Europäischen Stechpalme

Bild 1: Zweig der Europäischen Stechpalme mit reifen Früchten Bild 1: Zweig der Europäischen Stechpalme mit reifen Früchten
Die Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium), auch Gewöhnliche Stechpalme, Gemeine Stechpalme, Hülse (englisch: Holly) oder nach dem botanischen Namen Ilex genannt, ist die einzige in Mitteleuropa heimische Pflanzenart der Gattung der Stechpalmen (Ilex) inner- halb der Familie der Stech- palmengewächse (Aquifolia- ceae). Sie wurde dieser Tage zum Baum des Jahres 2021 in Deutschland gewählt.
Es existieren viele regional unterschiedliche Trivialnamen für die Europäische Stechpalme, wie das für Pflanzen mit kultureller Bedeutung üblich ist. In Deutschland ist etwa Hülse/Hölse, Hulstbaum gebräuchlich. Dieser Bezeichnung verdanken die Orte Hülsede, Hüls, Hüllhorst, Hülsenbusch, Hülscheid oder der Geburtsort von Annette von Droste-Hülshoff ihren Namen. Die Stadt Hüllhorst führt den Ilex offiziell als Kennzeichen (Jugendcafé Ilex, Ilex-Halle usw.). Aus der englischen Bezeichnung (engl.: holly) ist der Name des wohl berühmtesten Stadtteils von Los Angeles, Hollywood abgeleitet.
In der Eifel und im Hunsrück gibt es die Bezeichnung als Walddistel. In Österreich wird die Pflanze auch als Stechlaub (Vorarlberg), Schralab, Schradl oder Schradlbam (Ober- und Niederösterreich) bezeichnet. In Teilen Altbayerns wird die Pflanze auch als Wàxlàwà bezeichnet. (Erste Silbe entweder von „Wachs“, oder dem altbairischen Adjektiv wàx für „scharf“, demnach also „Wachs-“ oder „Scharf-Laub[er]“)
Ilex aquifolium findet sich in Gebieten mit milden Wintern und nicht zu trockenen Sommern wie dem atlantisch beeinflussten Europa. Im Mittelmeerraum, Südosteuropa und Nordafrika kommt Ilex aquifolium nur in Hochlagen mit entsprechendem Klima vor, in Mitteleuropa im Flachland und im Alpenvorland bis in Höhenlagen von 1800 Metern aufsteigend.
Außerhalb Europas kommt Ilex aquifolium in Nordafrika, im Kaukasusraum und im nördlichen Iran vor. Die Nordgrenze ihrer natürlichen Verbreitung deckt sich etwa mit dem Verlauf der 0-°C-Januar-Isotherme. In der Mitte des 20. Jahrhunderts erstreckte sich ihr natürliches Vorkommen nur bis Dänemark und ins südwestliche Norwegen, in den vergangenen Jahrzehnten hat sie ihr Areal jedoch nach Norden und Nordosten hin ausgeweitet, was mit dem Anstieg der Wintertemperaturen in diesem Zeitraum in Verbindung gebracht wird. Sie wurde an der Küste Norwegens bis 63 °N nachgewiesen und hat an küstennahen Standorten im südlichen Schweden und auf Bornholm Fuß gefasst.
In Deutschland kommt die Europäische Stechpalme im Bereich des Mittelgebirgsgürtels vor allem westlich des Rheins, im Schwarzwald, im nördlichen Tiefland und im Alpenvorland auch weiter östlich vor. Sie steht nach der Bundesartenschutzverordnung unter besonderem Schutz. In Österreich, wo sie sonst selten ist, finden sie sich zerstreut in Vorarlberg; in Wien, Kärnten und Osttirol fehlt sie. Im östlichen Alpengebiet ist sie stark gefährdet.
Ilex aquifolium ist außerhalb ihrer angestammten Vorkommen als Neophyt verwildert und wird in Kalifornien als invasive Art bewertet, sodass sie auf der dortigen „State Invasive List“ aufgeführt ist.
Bevorzugt wächst die Europäische Stechpalme auf nährstoffreichen und kalkarmen, lockeren oder auch steinigen Lehmböden. Sie scheut Licht und gedeiht am besten im Halbschatten oder Schatten. In Mischwäldern wächst die Strauchform, da sie viel Schatten verträgt. Die Stechpalme bildet Wurzelsprosse und wächst deshalb oft in großen Beständen. Man findet die Europäische Stechpalme in Mitteleuropa zerstreut, aber meist gesellig vor allem in Buchen- und Buchen-Tannen-Wäldern, auch in frischen Eichen-Hainbuchen- oder Eichen-Birkenwäldern.
Bild 2: Ein Ilex aquifolium Busch in einem Fichtenwald im Rheinland
Bild 2: Ein Ilex aquifolium Busch in einem Fichtenwald im Rheinland
Die Europäische Stechpalme ist ein immergrüner, aufrechter, ein- oder auch mehrstämmiger, 1 bis 5 Meter hoher Strauch oder ein 10 bis 15 Meter hoher, dicht verzweigter Baum mit kegelförmiger Krone. Junge Zweige sind grün und dicht behaart, verkahlen jedoch, wenn sie älter werden. Auch die Rinde des Stamms bleibt lange grün und bildet erst spät eine dünne schwarzgraue Borke. Die Stämme der Baumform können Durchmesser von bis zu 150 Zentimeter erreichen. Die Pflanzen werden bis zu 300 Jahre alt.
Bild 3: Unterschiedlich stark bestachelte Blätter an einem fruchtenden Zweig
Bild 3: Unterschiedlich stark bestachelte Blätter an einem fruchtenden Zweig
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 10 bis 15 Millimeter lang. Die Blattspreite ist relativ dick und ledrig, auf der Oberseite glänzend dunkelgrün und unterseits gelbgrün. Die Form der Blattspreite ist elliptisch und am oberen Ende zugespitzt. Der Rand von Blättern aus den unteren Bereichen der Pflanze ist auf beiden Seiten mit Stacheln versehen, die alternierend aufwärts und abwärts geneigt sind. Mit zunehmender Höhe der Pflanze lässt die Bestachelung nach und es treten vermehrt auch völlig stachelfreie Blätter auf. 
Bild 4: Männliche (oben) und weibliche (unten) Blüten des Ilex aquifolium, Aus Wikipedia, von User 'Tigerente', CC BY-SA 3.0
Bild 4: Männliche (oben) und weibliche (unten) Blüten des Ilex aquifolium, Aus Wikipedia, von User 'Tigerente', CC BY-SA 3.0
Die Blütezeit liegt am Ende des Vollfrühlings und reicht von Mai bis Anfang Juni. Die Europäische Stechpalme ist zweihäusig (diözisch). Die doldigen Blütenstände stehen in den Achseln vorjähriger Blätter. Es ist ein nur kurzer Blütenstiel vorhanden.

Die unscheinbaren, eingeschlechtigen Blüten sind bei einem Durchmesser von etwa 8 mm radiärsymmetrisch und meist vier-, selten fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die 4 oder selten 5 Kelchblätter sind an ihrer Basis verwachsen. Die vier oder selten fünf weißen, manchmal rötlichen Kronblätter sind an ihrer Basis verwachsen. In den männlichen Blüten ist nur ein Kreis mit 4 oder selten 5 Staubblättern vorhanden.

Die bei Reife roten Steinfrüchte sind bei einem Durchmesser von 8 bis 10 Millimetern kugelig, erbsenförmig, glänzend und saftig. Sie enthalten vier Steinkerne, die die Samen enthalten. Die Fruchtreife tritt ab Oktober ein.
Bild 5: Fruchtender Zweig
Bild 5: Fruchtender Zweig
Bei der Europäischen Stechpalme handelt es sich um einen skleromorphen (austrocknungstoleranten) Phanerophyten. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vor allem Bienen. Trotz der wehrhaften Blätter wird vor allem im Winter das feste Laub vom Wild verbissen. Die immergrüne Stechpalme ist im Winter auch ein beliebter Schlafplatz für kleinere Vögel und Überwinterungsstätte für Zitronenfalter.
Die Samen werden von Amseln und Drosseln, Rotkehlchen und Mönchsgrasmücken verbreitet (Endochorie, Verdauungsausbreitung). Den Vögeln schaden die Giftstoffe der Früchte offenbar nicht. Die Früchte werden erst weich und für Vögel essbar, wenn sie mehrmals Frost bekommen haben; sie können den ganzen Winter ohne zu verderben an der Pflanze bleiben und stellen ein sehr wichtiges Winterfutter für die Vögel dar.
Bild 6: Illustration zur Europäischen Stechpalme, aus Wikipedia, Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé ; Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany, gemeinfrei; Kurt Stüber, www.biolib.de
Bild 6: Illustration zur Europäischen Stechpalme, aus Wikipedia, Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé ; Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885, Gera, Germany, gemeinfrei; Kurt Stüber, www.biolib.de
In gemäßigten Gebieten wird die Stechpalme als Zierpflanze in Gärten und Parks angepflanzt. Neben der Wildform sind mehrere Kulturformen im Handel, teils mit anderer Blattgestalt und anderen Blattfarben. An der Westküste der USA, in den Bundesstaaten Kalifornien, Washington, und Oregon sowie in der kanadischen Provinz British Columbia wurden Plantagen angelegt, um die Nachfrage nach Ilex als Weihnachtsschmuck zu befriedigen.

Im Elsass wird aus den Beeren ein Obstbrand, Baie de Houx, hergestellt. Dabei werden die Beeren einer Mazeration in Weinbrand unterzogen, danach erfolgt eine Destillation.

Das dichte, schwere, aber gut polierfähige grüne Holz wurde früher zu Intarsien oder Druckstöcken für Holzschnitte verarbeitet, manchmal auch zu Messer­furnieren oder Spazierstöcken. In der Feintischlerei diente es als Ebenholz­ersatz, da es dunkle Lacke sehr gut annimmt.

Ein bekanntes Stück Hülsenholz ist Johann Wolfgang von Goethes Spazierstock; er steht noch immer im Goethehaus in Weimar.
Bild 7: Stamm einer baumförmig gewachsenen Europäischen Stechpalme
Bild 7: Stamm einer baumförmig gewachsenen Europäischen Stechpalme
Die giftigen Früchte wurden früher gegen Verstopfung und Epilepsie und die Blätter gegen Magenschwäche, das Wechselfieber und in Südeuropa gegen Rheuma verwendet. Die gerösteten Samen dienten als Kaffee-Ersatz. In ihnen sind nach neuen Untersuchungen Antioxidantien enthalten: Derivate der Phenylessigsäure.

Die belaubten Zweige können gebündelt werden und an einem Seil befestigt zur Reinigung eines Schornsteins verwendet werden. Dabei funktioniert dieser Stechpalmenbüschel wie eine Stahlbürste.

Zweige und Blätter der Pflanze wurden einst auch gegen die Ratten- und Mäuseplage eingesetzt. So ist aus Lübeck bekannt, dass im Kanzleigebäude Hohlräume in Decken zur Abwehr mit „Hülsbusch“ ausgefüllt waren.

In den Niederösterreichischen Voralpen (Wienerwald, Mostviertel, Elsbeerreich) gehörte die Stechpalme zum traditionellen Bauerngarten. Zumindest ein Baum wurde in ein nördliches Eck (um den Garten durch den Baum möglichst wenig zu beschatten) gesetzt. Bei verlassenen, brach liegenden Gehöften ist sie ein Anzeiger, wo sich einst das 'Gartl' befand.

Da Bäume mit immergrünem Laub in Mitteleuropa sehr selten sind, wurden sie von den Germanen und den Kelten verehrt. Schon vor der Eroberung Britanniens durch die Römer war es Sitte, den Wohnraum mit beerentragenden Ilex-Ästen und Efeu (männliches und weibliches Prinzip) zu schmücken. Auch Plinius der Ältere erwähnt bereits die Verwendung als Hausschmuck.

Das sattgrüne Laub und die kräftig roten Beeren, die zu einer dunklen Jahreszeit erschienen, verkörpern die Farben der Hoffnung und der Liebe. Im Christentum werden sie verbunden mit Leben und Blut. Am Palmsonntag wird des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht. Zu diesem christlichen Feiertag werden in der gemäßigten Klimazone mangels echter Palmenzweige die Zweige von immergrünen oder zu dieser Jahreszeit bereits ergrünten Pflanzen (Weiden, Buchsbaum, Stechpalme) als Palm geweiht. Von dieser Tradition lässt sich der Namensteil Palme ableiten.

In Großbritannien und Nordamerika werden heutzutage Stechpalmenzweige auch gerne als Weihnachtsschmuck benutzt, da sich Blätter und Früchte auch in warmen Wohnräumen lange an den Zweigen halten. Von diesem Brauch leitet sich auch der Name des bekannten englischen Weihnachtsliedes Deck the Halls with boughs of holly ab.

Besonders in Lagen mit hoher Luftfeuchtigkeit konnte die Stechpalme undurchdringliche Dickichte bilden, in denen Familien in Kriegs- und Räuberzeiten ihr Leben mitsamt Hab und Gut retten konnten. Deshalb wird diese Pflanze auch als Symbol für den Schutz vor allem Bösen angesehen.

Auch J. R. R. Tolkien hatte ein Faible für den Hulstbaum; in seinem Roman Der Herr der Ringe ist das Land Hulsten (Hollin im englischen Original) Herkunftsland der Elbenringe, was er umfangreicher auch im Silmarillion beschrieb. Für Liebhaber modernerer Fantasy: der Zauberstab von Harry Potter war aus Stechpalmenholz gefertigt.

Auf dem Millefleurs-Wandbehang Die Dame mit dem Einhorn (fr. La Dame à la licorne), einer sechsteiligen Bildwirkerei aus dem Ende des 15. Jahrhunderts, die im Pariser Musée national du Moyen Âge (bis 1980 Musée de Cluny) ausgestellt ist, befinden sich jeweils stilisierte Abbildungen einer Stechpalme, die hier als Symbol der Druiden für Tapferkeit sowie als eine der vier Kardinaltugenden nach Platon eingefügt sind.
Bild 8: Eines der 6 Motive La Dame à la licorne aus dem Musée national du Moyen Âge, Public Domain
Bild 8: Eines der 6 Motive La Dame à la licorne aus dem Musée national du Moyen Âge, Public Domain

Kurz zur Präparation

Geschnitten habe ich das Blatt und den Blattstiel jeweils in Möhreneinbettung auf dem Tempelchen (Zylindermikrotom im Halter als Tischmikrotom) mit Leica Einmalklingen 818 im SHK Halter.
Die Schnittdicke beträgt je ca. 50µm.

Anschließend habe ich wie immer einige Aufnahmen von den frischen, unfixierten Schnitten gemacht.

Fixiert wurden diese für ca. 24 Stunden in AFE. Nach Überführen in Aqua dest. waren die Schnitte dann bereit für die Färbung.

Die Färbung ist diesmal wieder W-Asim II 2 Komponenten nach Klaus Herrmann. Zunächst habe ich mit Lösung 1 (Acridinrot und Acriflavin) für 15 Minuten mit einmaligem Erwärmen bis kurz vor den Siedepunkt gefärbt. Nach gründlichem Spülen mit Aqua dest. kam dann Lösung 2 (Alcianblau) für ca. 5 Minuten zum Einsatz.

Anschließend habe ich wieder gut mit Aqua dest. gespült und für ca. 2 Stunden mit einmaligem Wechsel des Wassers sanft differenziert.

Eingedeckt wurden die Schnitte nach gründlichem Entwässern mit reinem Isopropanol wie immer in Euparal.

Die verwendete Technik

Die Aufnahmen sind auf dem Leica DMLS mit dem NPlan 5x sowie den PlanApos 10x, 20x und 40x entstanden. Die Kamera ist eine Panasonic GX7, die am Trinotubus des Mikroskops ohne Zwischenoptik direkt adaptiert ist. Die Steuerung der Kamera erfolgt durch einen elektronischen Fernauslöser. Die notwendigen Einstellungen zur Verschlusszeit und den Weißabgleich führe ich vor den Aufnahmeserien direkt an der Kamera durch. Der Vorschub erfolgt manuell anhand der Skala am Feintrieb des DMLS.

Alle Mikroaufnahmen sind mit Zerene Stacker V1.04 (64bit) gestackt. Die anschließende Nachbereitung beschränkt sich auf die Normalisierung und ein leichtes Nachschärfen nach dem Verkleinern auf die 1024er Auflösung (alles mit XNView in der aktuellen Version). Bei stärker verrauschten Aufnahmen lasse ich aber auch mal Neat Image ran.

Der Blattstiel

Und nun zu den Präparaten. Beginnen wir mit dem Blattstiel. Dieser ist recht kurz und hat, wie das ganze Blatt, eine ledrige Anmutung.
Bilder 9a-c: Der Blattstiel im ungefärbten, frischen Schnitt
  • Bilder 9a: Übersicht des Blattstiels von Ilex aquifolium im ungefärbten, frischen Schnitt
  • Bild 9b: Leitbündel und obere Abschlussgewebe im Detail
  • Bild 9c: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung
Wie üblich lassen sich schon am frischen Schnitt die jeweiligen Gewebe gut ansprechen (von Innen nach außen): Zentral im Blattstiel liegt ein großes Leitbündel zur Versorgung des Blattes. Es ist sichelförmig gebogen und zeigt an der Xylemseite ein stark ausgeprägtes Sklerenchym (Xylem Xl, Phloem Pl, Sklerenchym Skl). Im umgebenden Rindenparenchym (RP) eingelagert finden wir weitere, kleinere Leitbündel (LB), die hier am blattseitigen Ende bereits aus dem Hauptleitbünden ausgetreten sind. Nach außen hin ist der Blattstiel von einer mehrlagigen Hypodermis (Hyp) umgeben, gefolgt von der Epidermis (Ep) und einer stark ausgeprägten Cuticula (Cu).
Leider haben sich hier einige Luftblasen gehalten (Art). Diese verschwinden zwar mit der Zeit, aber das ist dann ein Wettlauf mit dem langsamen Verblassen des Chlorophylls (die Schnitte und die Aufnahmen sind unter 30%igem Ethanol entstanden).
Informationen zu den Abkürzungen in den beschrifteten Bildern finden Sie wie immer auch hier auf der Webseite des MKB (Tabelle mit den Kürzeln und den zugehörigen allgemeinen Erläuterungen).

Schauen wir uns nun die gefärbten Schnitte an:
Bilder 10a-h: Gefärbte Schnitte des Blattstiels von Ilex aquifolium
  • Bild 10a: Gefärbter Querschnitt des Blattstiels von Ilex aquifolium in der Übersicht
  • Bild 10b: Die selbe Aufnahme wie in Bild 10a, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 10c: Etwas näher heran: das zentrale Leitbündel und zwei Nebenleitbündel
  • Bild 10d: Die selbe Aufnahme wie in Bild 10c, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 10e: Kussmund :) - das zentrale Leitbündel im Detail
  • Bild 10f: Es gibt auf beiden Seiten zwei Nebenleitbündel
  • Bild 10g: Rindenparenchym, Epidermis und Cuticula des Blattstiels
  • Bild 10h: Die selbe Aufnahme wie in Bild 10g, jedoch mit Beschriftung
Zunächst muss man sagen, dass Klaus Hermanns 2-Komponentenversion der W3Asim II Färbung sehr kräftig ausfällt. Man könnte fast glauben, in ein Bonbonglas zu schauen ... Allerdings werden die unterschiedlichen Gewebe dabei auch sehr gut differenziert. Wir finden hier natürlich den selben Aufbau, wie bei den ungefärbten Schnitten in den Bildern 9. Die Hypodermis (Hyp) habe ich hier als Kollenchym angesprochen (Kol), bei den ungefärbten Schnitten war ich mir ohne Pol-Filter nicht ganz sicher, ob es sich nicht doch um sklerenchymatische Zellen handelt.
Man kann nun gut erkennen, dass auf der Phloemseite des Hauptleitbündels nur rechts und links wenige sklerenchymatische Zellen vorhanden sind. Die Ausstattung der kleineren Leitbündel (Bilder 10c,d & f) ist da schon besser. Weiterhin sehen wir, dass das Xylem der Leitbündel keine Tracheen enthält, sondern ähnlich wie bei den Coniferales (eine Ausnahme hier ist Welwitschia ...) nur aus Tracheiden und wenigen Xylemparenchymzellen besteht.
Eindrucksvoll auch Epidermis und Cuticula in den letzten beiden Bilder. Es fällt aber eine Schwäche der Wacker-Färbungsfamilie im Zusammenhang der Einbettung über Isopropanol in Euparal auf: die Cuticula verliert, einmal eingedeckt, stetig an Farbe. Ist das Präparat erst mal einige Jahre alt, ist die Cuticula oft völlig verblasst, wogegen auch das Erhitzen der Färbelösung nicht hilft. Ich denke, die Ursache ist hier Restwasser in den Schnitten, das im recht wasserfreundlichen Euparal die Farben weiter auszieht.

Das Blatt

Werfen wir nun einen Blick auf die Blattspreite und beginnen mit der Mittelrippe:
Bilder 11a-g: Mittelrippe und umgebende Gewebe aus dem Blatt der Europäischen Stechpalme.
  • Bild 11a: Querschnitt von der Mittelrippe und den umliegenden Geweben des Blattest von Ilex aquifolium im ungefärbten, frischen Schnitt
  • Bild 11b: Die selbe Aufnahme wie in Bild 11a, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 11c: Gefärbter Querschnitt des Blattes von Ilex aquifolium mit Mittelrippe in der Übersicht
  • Bild 11d: Der gleiche Ausschnitt wie in Bild 11a, jedoch als gefärbter Querschnitt
  • Bild 11e: Die selbe Aufnahme wie in Bild 11d, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 11f: Leitbündel der Mittelrippe im gefärbten Querschnitt
  • Bild 11g: Die selbe Aufnahme wie in Bild 11f, jedoch mit Beschriftung
Im Verlauf der Mittelrippe setzt sich die grundsätzliche Anatomie des Blattstiels fort. Auffällig allerdings ist, dass nun beim Hauptleitbündel auch phloemseitig ein ausgeprägtes Sklerenchym vorhanden ist. Ein Anzeichen für den allgemein recht zähen Aufbau des Blattes - wir erinnern uns an das Kaminfegen und die Abschreckung von Nagern aus der Beschreibung weiter oben.
Ein Cambium ist hier nicht zu entdecken aber sehr schön die farbliche Differenzierung zwischen Sklerenchym und den ebenfalls verholzten Tracheiden.

Oben links fällt in den Bildern 11d&e eine Stelle auf, die ich mit ??? gekennzeichnet habe. Sie wirkt zunächst wie eine Lentizelle, was beim Blatt mehr als ungewöhnlich wäre.
Bilder 12a,b: Die "Lentizelle"
  • Bild 12a: Die 'Lentizelle' im Detail
  • Bild 12b: Die selbe Aufnahme wie in Bild 12a, jedoch mit Beschriftung
Die Anmutung einer Lentizelle bleibt, zumal die hier schon fast verblasste Cuticula nicht eingerissen wirkt. Letztendlich bleiben die Fragezeichen bestehen, ich denke aber, dass es sich hier um eine Verletzung vielleicht vom Stachel eine Nachbarblattes handelt.

Im Anschluss an die Mittelrippe finden wir den typischen Aufbau eines bifacialen Blattes, den wir uns nun im Detail ansehen.
Bilder 13a-k: Blattfläche bei Ilex aquifolium
  • Bild 13a: Frischer Querschnitt der Blattfläche des Blattes von Ilex aquifolium mit längs getroffenem Leitbündel
  • Bild 13b: Frischer Querschnitt der Blattfläche des Blattes von Ilex aquifolium in der Übersicht
  • Bild 13c: Die selbe Aufnahme wie in Bild 13b, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 13d: Gefärbter Querschnitt der Blattfläche des Blattes von Ilex aquifolium mit Leitbündel in der Übersicht
  • Bild 13e: Die selbe Aufnahme wie in Bild 13d, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 13f: Gefärbter Querschnitt der Blattfläche des Blattes von Ilex aquifolium in der Übersicht
  • Bild 13g: Die selbe Aufnahme wie in Bild 13f, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 13h: Gefärbter Querschnitt der Blattoberseite des Blattes von Ilex aquifolium im Detail
  • Bild 13h: Die selbe Aufnahme wie in Bild 13i, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 13j: Gefärbter Querschnitt der Blattunterseite des Blattes von Ilex aquifolium mit Stoma im Detail
  • Bild 13j: Die selbe Aufnahme wie in Bild 13k, jedoch mit Beschriftung
Wie angekündigt, sehen wir ein typisches bifaciales Blatt (von oben nach unten): Unter der um 15 µm starken Cuticula (Cu) und Epidermis (Ep) finden wir hier ein nun meist einreihiges Kollenchym (Kol), gefolgt von einem stark ausgeprägten, dreireihigen Assimilationsparenchym (AP - ca. 120 µm). Eine gute Anpassung an halbschattige bis schattige Standorte. Danach kommt das Schwammparenchym, hier mit um die 360 µm recht dick ausgeprägt. An der Blattunterseite dann Stomata (St) und Kollenchymnester sowie wieder Epidermis und Cuticula. Eingebettet zwischen Assimilations- und Schwammparenchym liegen die Leitbündel, die hier teils quer und längs angeschnitten sind, also ein Netz bilden. Im Längsschnitt schön zu sehen: auch hier nur Tracheide als Leitertracheide. Die gesamte Blattspreite meines Blattes hat eine Dicke von bis zu 600 µm.
Ein Stoma besteht beidseitig um den Spalt (S) aus Nebenzelle (NZ) und Schließzelle (SZ). Dahinter liegt der substomatäre Interzelllularraum (sIZR).

Zum Abschluss des Artikels möchte ich hier noch einen Blick auf den Blattrand werden:
Bilder 14:a-e: Der Blattrand
  • Bild 14a: Frischer Querschnitt vom Blattrand (Ilex aquifolium)
  • Bild 14b: Die selbe Aufnahme wie in Bild 14a, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 14c: Frischer Querschnitt vom Blattrand im Polarisationskontrast (Ilex aquifolium)
  • Bild 14d: Gefärbter Querschnitt vom Blattrand (Ilex aquifolium)
  • Bild 14e: Die selbe Aufnahme wie in Bild 14d, jedoch mit Beschriftung
In den ungefärbten Schnitten zeigen sich auch hier wieder große Luftblasen (Art), ansonsten finden wir den Aufbau wie bei der Blattspreite (Bilder 13). Auffällig ist der massiv verstärkte Blattrand, dessen Sklerenchym (Skl) aus der phloemseitigen Sklerenchymkappe des äußersten Leitbündels (LB) gebildet wird. Dabei ist die Blattoberseite mit Cuticula (Cu), Epidermis (Ep) und durchgehendem Kollenchym (Kol) um den Rand des Blattes herumgezogen und bietet eine zusätzliche Stabilisierung. Auf der Blattunterseite sind auch wieder Stomata (St) zu sehen.
Ein Wunder, dass die so verstärkten und meist stachelbewehrten Blätter trotzdem vom Wild gefressen werden.
Literatur und Links
[1]  Mikroskopisch-botanisches Praktikum
       Gerhard Wanner, Thieme, 2. Auflage 2010

[2]  Pflanzenanatomie
       Katherine Esau, Gustav Fischer Verlag, 1969
    
[3]  Botanische Schnitte mit dem Zylindermikrotom
       Jörg Weiß, MBK 2011

[4]  Botanische Färbungen im Vergleich
       Jörg Weiß, MKB 2019

[5]  Tabelle der Abkürzungen zur Pflanzenanatomie
       Jörg Weiß, MKB 2013

[6]  
Atlas of Stem Anatomy in Herbs, Shrubs and Trees
       Fritz Hans Schweingruber, Anett Börner, Ernst-Detlef Schulze
       Springer 2011; Band 2 Seite 29 ff

[7]  Ilex aquifolium bei Wikipedia
       Wikipedia

Bildquellen
  • Bild 4: Männliche und weibliche Blüten von Ilex aquifolium
    Aus Wikipedia, von User "Tigerente"
    CC BY-SA 3.0
  • Bild 6: Illustration zur Europäischen Stechpalme
    Aus Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz,
    Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé,  Gera, 1885,
    gemeinfrei (Quelle www.biolib.de)
  • Bild 7: Stamm der Europäischen Stechpalme
    Aus Wikipedia, User "Hubi47",
    CC BY-SA 3.0
  • Bild 8: La Dame à la licorne
    Musée national du Moyen Âge
    Public Domain
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Querschnitt durch den Spross des Roten Hartriegels (Cornus sanguinea) in W3Asim II Färbung von Jörg Weiß
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Januar 2018
Schuppenhaar der Silber-Ölweide (Elaeagnus commutata) im Hellfeld von Jörg Weiß
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Dezember 2017
Stempel, Narbe und Staubblätter des Hibiskus im UV-Licht. Aufnahme von Frank Fox
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November 2017
Eine Diatomee im Interphaco aus einem Präparat von Anne Gleich. Aufnahme von Frank Fox.
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Oktober 2017
Cilien auf der Oberfläche des Wimberntiers Spirostomum ambiguum im Fluoreszenzkontrast von Thilo Bauer.
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September 2017
Deckel der Sporenkapsel des Drehmooses (Funaria hygrometrica) im Auflicht von Horst-Dieter Döricht
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August 2017
Sporangien des Wurmfarns (Dryopteris spec.) in der Fluoreszenz von Frank Fox
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Juli 2017
Die Diatomee Aulacodiscus decorans (Schmidt) von Päule Heck
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Juni 2017
Mikroskopische Krokoitstufe von Horst-Dieter Döricht
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Mai 2017
Silikonschaum im Auflicht von Horst-Dieter Döricht
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April 2017
Zentralzylinder einer Wurzel der Weißen Fledermausblume (Tacca integrifolia) im Fluoreszenzkontrast von Dr. Horst Wörmann
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März 2017
Ausschnitt von einem Flügel der Großen Hausmücke (Culiseta annulata) von Frank Fox
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Februar 2017
Azurit aus Tsumeb 8Namibia) von Horst-Dieter Döricht
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Januar 2017
Ein Süßwasserpolyp (Hydra spec.) von Frank Fox
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Dezember 2016
Farbpigmente der Smaragdzahl parallel zur Oberfläche auf der neuen 5-Euro-Note von Dr. Horst Wörmann
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November 2016
Spross der Eibe (Taxus spec.), Querschnitt in W3Asim II Färbung von Rolf-Dieter Müller
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Oktober 2016
Detail der neuen Fünfeuronote mit Mikroschrift im Stern, Aufnahme von Dr. Horst Wörmann
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September 2016
Die Walnuss-Fruchtfliege (Rhagoletis suavis), Aufnahme von Horst-Dieter Döricht.
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August 2016
Methylsulfonal-Kristalle, Aufnahme von Frank Fox.
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Juli 2016
Das Säulenglöckchen (Epistylis sp.) in seiner vollen Pracht. Aufnahme von Frank Fox.
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Juni 2016
Wasserspeicherzelle im Mesophyll des Zylindrischen Bogenhanfs (Sansevieria cylindrica), frischer Querschnitt gefärbt mit Toluidinblau. Aufnahme von Jörg Weiß.
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Mai 2016
Einaugen-Muschelkrebs (Cypria opthalmica) von Horst-Dieter Döricht
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April 2016
Fuß des Rüsselkäfers Eupholus linnei, Aufnahme von Frank Fox.
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März 2016
Frischer Schnitt eines Fiederdorns der Zwerg-Dattelpalme in der Primärfluoreszenz bei 365 nm Anregungswellenlänge, Aufnahme von Dr. Horst Wörmann.
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Februar 2016
SEM-Aufnahme eines Bärtierchens von Horst-Dieter Döricht
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Januar 2016
Elektrische Schaltkreise auf einem Chip im Auflicht DIC von Frank Fox
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Dezember 2015
Dunkelfeldaufnahme vom Grünen Trompetentierchen (Stentor polyxmorphus); Aufnahme von Frank Fox
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November 2015
Querschnitt durch das Blatt einer Welwitschie (Welwitschia mirabilis), Färbung W3Asim II; Aufnahme von Jörg Weiß
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Oktober 2015
Kopf einer Stechmückenlarve (Culex spec.) von Frank Fox
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September 2015
Das Lilienhähnchen (Liliceris lilli) von Horst-Dieter Döricht
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August 2015
Leitgewebe und Endodermis in der Wurzel des Muriel-Bambus (Fargesia murieliae). Foto von Jörg Weiß.
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Juli 2015
Schuppenhaare des Silbernen Grünrüsslers (Phyllobius argentatum). Foto von Horst-Dieter Döricht.
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Juni 2015
Wachstumskegel an der Sprossspitze der Weinrebe (Vitis vinifera) im Präparat von Bodo Braunstorfinger. Foto von Jörg Weiß.
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Mai 2015
Ein Reusen-Rädertier von Frank Fox
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April 2015
Die Diatomee Triceratium broeckii (Oamaru) in einer Aufnahme von Päule Heck
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März 2015
Uroleptopsis roscoviana, ein roter Cilliat, Aufnahme von Frank Fox
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Februar 2015
Drei Konidien des Echten Mehltaus auf einem Weizenblatt mit Keimschläuchen und Appressorien, Aufnahme von Jörg Weiß
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Januar 2015
Sklerenchymband im Spross der Kiwi (Actinidia deliciosa), Aufnahme von Jörg Weiß
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Dezember 2014
Die Diatomee Auliscus convolutus (Alen's Farm, Oamaru), Aufnahme von Päule Heck
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November 2014
Schale einer Diatomee im Interferenz-Phasenkontrast. Aufnahme von Frank Fox.
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Oktober 2014
Haare auf dem Brustpanzer einer Goldfliege (Lucilia sericata). Aufnahme von Horst-Dieter Döricht.
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September 2014
Stomagruben an der Blattunterseite eines frischen, unfixierten Schnittes des Oleanders (Nerium oleander) bei einer Vergrößerung von 200x. Aufnahme von Jörg Weiß.
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August 2014
Augen am Kopf einer Sprigspinne. Die Reflexe stammen von der Beleuchtung mit einem LED-Ringlicht. Aufnahme von Frank Fox.
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Juli 2014
Die Zieralge Micrasterias radians bei der Teilung. Aufnahme von Frank Fox.
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Juni 2014
Querschnitt durch einen siebenjährigen Spross des Chinesischen Blauregens (Wisteria sinensis, Durchmesser 21 mm) von Bodo Braunstorfinger. Aufnahme von Jörg Weiß
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Mai 2014
Männlicher Eibenzapfen (Taxus baccata) mit Pollen von Horst-Dieter Döricht
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April 2014
Spross des Efeus (Hedera helix) in W3Asim II - Färbung. Aufnahme mit einer Smartphone Kamera freihändig durch das Okular von einer Teilnehmerin der Lehrerfortbildung am Grotenbach Gymnasium Gummersbach.
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März 2014
Maritimer Fadenwurm im Polarisationskontrast von Frank Fox
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Februar 2014
Ungefärbter Querschnitt durch das Blatt des Pampasgrases (Cortaderia selloana) von Jörg Weiß
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Januar 2014
Parietin-Sublimation im freien Raum an Stahlwolle von Heike Buchmann
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Dezember 2013
Die Diatomee Hemiaulus proteus im Hellfeld von Päule Heck
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November 2013
Die Wimpernkugel Volvox aureus im Interphako von Frank Fox
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Oktober 2013
Zwei Algen der Art Micrasterias rotata, Aufnahme von Rudolf Krönung.
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September 2013
Rückenschild und Flügelansätze der Grünen Futterwanze, Aufnahme von Horst-Dieter Döricht
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August 2013
Mit W3Asim II gefärbter Querschnitt durch den Thallus eines Blasentangs (Fucus vesiculosus), Aufnahme von Jörg Weiß.
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Juli 2013
Gelbe Blattwespe (Nematus tibialis), Aufnahme von Horst-Dieter Döricht.
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Juni 2013
Gold in der lamellaren Verwachsung von Kupferkies (gelb) und Bornit (rotbraun). Grube Hohlestein an der Eisernhardt, Siegen. Aufnahme Prof. Holger Adelmann.
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Mai 2013
Spinnenfaden bei 1000-facher Vergrößerung im DIC. Präparation und Schwarzweiß-Aufnahme von Anton Berg.
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April 2013
Papyrus (Cyperus papyrus) ungefärbt in der Primärfluoreszenz. Präparation und Aufnahme von Rolf-Dieter Müller.
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März 2013
Diatomee im Interferenz-Phasenkontrast. Präparation und Aufnahme von Frank Fox.
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Februar 2013
Ungefärbter Querschnitt durch das Blatt einer Kamelie. Präparation und Aufnahme von Jörg Weiß.
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Januar 2013
Leitbündel aus dem Mittelstrang der Frucht eines Zitronenbaums (Citrus x limon). Das filigrane Präparat ist nur 7 µm dick und wurde von Anton Berg erstellt. Zum Vergleich: die meisten hier gezeigten botanischen Schnitte haben eine Dicke von ca. 50 µm. Aufnahme von Jörg Weiß.
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Dezember 2012
Anschliff einer Kohle aus der Grube Fürst Leopold in der Auflichtfluoreszenz; Anregung mit einer Wellenlänge von 470 nm. Aufnahme von Dr. Horst Wörmann.
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November 2012
Schwimmhaare auf der Blattoberseite eines tropischen Schwimmfarns aus der Familie Salvinia. Aufnahme von Frank Fox.
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Oktober 2012
Rezente Diatomee Bacteriastrum furcatum Shadbolt aus dem Golf von Thailand. Aufnahme von Päule Heck.
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September 2012
Die hier gezeigte Spaltöffnung aus Rhynie Chert Material ist 400 Millionen Jahre alt. Aufnahme von Holger Adelmann.
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August 2012
Eier einer Zuckmückenart (Chironomidae) im Phasenkontrast, Aufnahme von Frank Fox.
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Juli 2012
Porträt einer Frühen Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula), Aufnahme von Frank Fox.
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Juni 2012
Dünnschliff eines Quarzitschiefers aus den Italienischen Alpen, Dicke ca. 25 µm. Aufnahme von Holger Adelmann.
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Mai 2012
Tracheen im Xylem des Korallenbaums, Spross, Färbung W3Asim II, Vergrößerung 200x. Aufnahme von Jörg Weiß.
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April 2012
Porträt einer zwei Tage alten Fliegen. Aufnahme von Horst-Dieter Döricht.
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März 2012
Aus der Schmelze kristallisiertes Methylsulfonal im polarisierten Licht. Aufnahme von Frank Fox
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Februar 2012
Die Kieselalge Achnantes longipes. Aufnahme von Frank Fox
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Januar 2012
Primäres Xylem und Markparenchym aus dem Spross der Gewöhnlichen Jungfernrebe. Ungefärbtes Präparat, Aufnahme von Jörg Weiß.
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Dezember 2011
Flügelschuppen eines Großen Fuchses (Nymphalis polychloros) im Auflicht. Aufnahme Frank Fox.
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November 2011
'Dazu muss ich sagen, dass es mir nicht um irgendeine Form wissenschaftlicher Fotografie ging. Ich habe wilde Gemische hergestellt und dann nachgesehen, wie das Produkt aus sah. ... Genieß' das Spiel der Farben und Formen.' Aufnahme von Herne.
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Oktober 2011
Glockentierchen (Vorticellidae) im differenziellen Interferenzkontrast. Aufnahme von Frank Fox.
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September 2011
Die Radiolarie Hexacontium papillosum aus einem Präparat von Albert Elger. Aufnahme von Päule Heck.
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August 2011
Querschnitt durch den Spross des Gartenbambus (Fargesia murieliae). Vergrößerung 100x, Färbung W3Asim II. Aufnahme Jörg Weiß mit Leica C-Plan 10x an Leica DME. Kamera Canon PS A520.
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Juli 2011
Micrasterias rotata aus einer Wasserprobe von der Wuppertalsperre. Aufnahme Holger Adelmann mit der Moticam 2300 am Leitz Orthoplan mit 40er Plan Fluotar und DIC.
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Juni 2011
Bild 1
Angeschliffene Foraminifere aus einem Hydrobienkalk des Untermiozän. Fundort Dexheim bei Mainz. Präparation Fa. Krantz, Aufnahme Prof. Holger Adelmann.
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Juni 2011
Bild 2
Kopf mit Mundwerkzeugen und vorderes Körperdrittel einer nicht näher bestimmten Zuckmückenlarve (Chironomus sp.). Präparation und Aufnahme von Frank Fox.
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Mai 2011
Querschnitt vom Rollblatt des Strandhafers (Ammophila arenaria), Schnittdicke ca. 50 µm, Färbung Wacker W3A. Stitch aus 240 Einzelaufnahmen mit Zeiss Standard WL, Plan Apo 25x/0.65, Kamera Canon EOS 5D MK II mit Vollformat-Chip. Stitching mit Canon Photostitch.
Präparat von Jörg Weiß, Aufnahme von Joachim Schwanbeck.
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April 2011
Eidechsenschwanz (Houttuynia cordata), Abdruck von der Blattunterseite, erstellt mit UHU Hart. Hellfeld.
Vergrößerung 200x, Länge des Bildausschnitts im Objekt ca. 0,5 mm. Aufnahme und Präparation von Jörg Weiß.
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März 2011
Auskristallisierte Mineralstoffe aus flüssigem Kunstdünger. Zeiss Jenamed mit Planapochromat 12,4x CF250, polarisiert mit Lambda-Platte, Einzelaufnahme mit Vollformat-Kamera Canon 5D Mark II.  Aufnahme und Präparation von Frank Fox.
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Februar 2011
Nadelquerschnitt der Schlangenhaut-Kiefer (Pinus heldreichii). Aufnahme und Präparation von Rolf-Dieter Müller, Stitch aus ca. 70 Einzelbilder. Schnittdicke 25 µm, Färbung Wacker W3A (Acridinrot, Acriflavin, Astrablau).
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Januar 2011
Achtung, großes Bild!
Eidechsenschwanz (Houttuynia cordata), Leitbündel. Aufnahme von Prof. Holger Adelmann, Präparat von Jörg Weiß.
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Dezember 2010
Metapelit, Dicke ca. 25 µm, Präparation durch Willi Tschudin, Aufnahme von Dr. Horst Wörmann.
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November 2010
Simocephalus vetulus (Anomopoda), der Plattkopf- Wasserfloh. Aufnahme von Päule Heck.
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