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Die Große Klette - fast verottet

Bild 1: Im Winter nicht gans so üppig wie im Sommer: die Große Klette (Arctium lappa) im Januar in den Siegauen Bild 1: Im Winter nicht gans so üppig wie im Sommer: die Große Klette (Arctium lappa) im Januar in den Siegauen
Jörg Weiß, vom 24.03.2019

Die Große Klette war zum Zeitpunkt der Probenahme im Januar diesen Jahres längst verblüht, die Samen gefallen und es standen nur noch die kahlen Sprosse mit den leeren Fruchtkörbchen traurig in den Siegauen. Mikroskopische Schnitte vom Frischmaterial? Wo soll das her kommen? Konserviert durch Stückfixierung aus dem vergangenen Herbst? Nein. Auch aus den verdorrten Sprossen und den verrotteten Blattstielen lassen sich noch Schnitte erstellen.

Wie kommt man auf so eine Idee. wo doch immer gesagt wird, die Proben müssten schnellstmöglich und frisch verarbeitet werden? Seit einiger Zeit beteilige ich mich auf der Plattform iNaturalist (www.inaturalist.org) an der Dokumentation und Erfassung von Sichtungen verschiedener Pflanzen- und Tierarten. Die KI des Systems schlägt dabei anhand der hochgeladenen Fotos teils bis auf Artebene eine Bestimmung vor (ziemlich gut!) und die Community verwertet die Sichtungen, die z.B. für räumliche und zeitliche Verteilungskarten auch in der aktuellen Forschung genutzt werden.
Dort habe ich auch die Großen Kletten aus unserer Siegaue vorgestellt (Arctium lappa), aber die Unterscheidung zu z.B. Arctium nemorosa (die Hainklette) ist anhand des im Dezember noch verfügbaren Materials gar nicht so einfach. Ein recht sicheres Unterscheidungsmerkmal ist der Blattstiel: bei A. lappa ist dieser auch bei den basalen Blättern markhaltig, bei A. nemorosa zeigt er eine große vermutlich lysigene Lakune.
Also raus in die Wildnis und schauen, ob von den Blattstielen noch was übrig ist. Es war genügend übrig und der erstaunlich gute Erhaltungsgrad der sich beim groben Querschnitt zeigte, hat Lust auf mehr gemacht. Außerdem wollte ich schauen, in wie weit sich z.B Pilze nachweisen lassen und ob auch eine Präparation des Sprosses möglich ist. Nun, sehen Sie selbst.
Meine Sichtungen auf iNaturalist
Wer sich den Auslöser für den folgenden Artikel ansehen möchte, wird hier fündig:
https://www.inaturalist.org/observations/19465077
https://www.inaturalist.org/observations/19351817
Artikelinhalt

Kurzportrait der Großen Klette (Arctium lappa)

Der Jahreszeit angemessen zeige ich hier Bilder von der Pflanze, wie sie zur Zeit der Probenahme draußen anzutreffen war. Im Sommer werde ich das Experiment mit Frischmaterial wiederholen, so dass ein Vergleich möglich wird.

Die Große Klette oder Butzenklette (Arctium lappa) ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Carduoideae in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Eurasien heimisch und das Hauptverbreitungsgebiet ist Europa ohne die Iberische Halbinsel und das nördliche Skandinavien. Auf den Britischen Inseln beschränkt sich die Verbreitung weitgehend auf England. In Nordamerika und in Australien ist die Große Klette ein Neophyt. Angepflanzt wird die Art in Europa, Nordamerika, auf Hawaii, Neuseeland, Japan, China, den Philippinen, Indonesien und in Vietnam.
Bild 2: Die Reste einer Großen Klette in den Siegauen
Bild 2: Die Reste einer Großen Klette in den Siegauen
Sie wächst an Wegrändern, Zäunen, Ruderalstellen, auf Flussschottern und in Auwäldern. Letztere sind wohl die Primärstandorte. Sie bevorzugt frische, nährstoffreiche Lehmböden und kommt bis in die montane Höhenstufe in Höhenlagen von bis zu 1300 Metern vor. In den Allgäuer Alpen steigt sie am Hinterberg am Fuß des Fellhorns bis zu 1100 m Meereshöhe auf.

Die Große Klette ist wie die anderen Arten der Gattung eine zweijährige Pflanze und bildet eine verholzende Pfahlwurzel. Die aufrechten und 80 bis 150 (200) Zentimeter hohen Sprossachsen (Stängel) sind kantig und spinnwebartig behaart.
Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von bis zu 50 Zentimeter herzförmig-oval. Die Blätter sind an der Unterseite kahl bis schwach graufilzig behaart. Die Stiele der Grundblätter sind markhaltig (im Gegensatz zu A. nemorosa, deren Blattstiele eine Höhlung aufweisen).
Bild 3: Bei A. lappa ist der Querschnitt des Blattstiels gewellt und hat ein Mark (makroskopischer Schnitt unter dem Präparationsmikroskop)
Bild 3: Bei A. lappa ist der Querschnitt des Blattstiels gewellt und hat ein Mark (makroskopischer Schnitt unter dem Präparationsmikroskop)
Blatt und Blattstiel im Januar diesen Jahres
  • Bild 4: Vom Blatt ist zwischenzeitlich nur noch wenig übrig ...
  • Bild 5: Reste eines Blattstiels am Spross
Auf etwa 3 bis 10 Zentimeter langen Blütenstandsschäften stehen kugelförmige Blütenkörbe, die Durchmesser von 3 bis 5 Zentimeter aufweisen. Die grünen, fast kahlen Hüllblätter besitzen eine bräunlich-gelbe Spitze, die hakig gekrümmt und so lang wie oder länger als die Blüten ist. Die Blüten sind rot bis purpurfarben und erscheinen zwischen Juli und September.
Bild 6: Die Fruchtstände im Winter
Bild 6: Die Fruchtstände im Winter
Bild 7: Die Frucht- oder Blütenstandsstiele (Peduncle) müssen zwischen 3 und 10 cm lang sein. Bei der recht ähnlichen A. nemorosa sitzen die Fruchtstände auf ganz kurzen Stielen direkt am Spross.
Bild 7: Die Frucht- oder Blütenstandsstiele (Peduncle) müssen zwischen 3 und 10 cm lang sein. Bei der recht ähnlichen A. nemorosa sitzen die Fruchtstände auf ganz kurzen Stielen direkt am Spross.
Die leicht gebogenen Achänen sind 6 bis 8 Millimeter lang und bräunlich mit schwarzen Flecken. Sie sind oben breiter als am Grund, undeutlich kantig, sowie kahl. Oben tragen die Achänen einen Borstenkranz aus kleinsten spitzen Pappushaaren, die für denjenigen, der mit reifen Kletten hantiert, zur Gefahr werden können. Die Ausbreitung geschieht durch Epichorie, indem die Fruchtstände mit den Widerhaken im Fell von Tieren hängen bleiben und vertragen werden.
Bild 8: Achänen der Großen Klette
Bild 8: Achänen der Großen Klette
Die Große Klette wurde bereits im 9. Jh. im Capitulare de villis vel curtis imperii Karls des Großen als Nutzpflanze erwähnt. Im Kapitel 70 ist sie als „parduna“ aufgelistet. In Großbritannien ist Dandelion and Burdock (engl. wörtlich Löwenzahn und Große Klette) eine traditionsreiche alkoholfreie Getränkespezialität, die es dort seit etwa dem Jahr 1265 gibt.
Wurzel und junge Blätter können als Wildgemüse verwendet werden. Die Wurzel wurde, ähnlich wie die Garten-Schwarzwurzel heute, im Mittelalter häufig als Gemüse gegessen, hat jetzt aber nur noch in Japan Bedeutung, wo sie Gobo genannt wird, sowie in Taiwan als Niúbàng bzw. Korea, wo man sie Ueong nennt. 
Bild 9: Eine einzelne Achäne mit den typischen Haaren oder Borsten am oberen Ende
Bild 9: Eine einzelne Achäne mit den typischen Haaren oder Borsten am oberen Ende
Die Große Klette wurde auch als Volksarzneipflanze verwendet, die Wurzeln werden zur Droge „Radix Bardanae“ verarbeitet. Das Klettenwurzelöl findet in der Kosmetik Anwendung. Ein wasserlösliches Polysaccharid, ein sogenanntes Fructan, der großen Klette zeigt in vitro und in vivo hohe antioxidative Wirkungen und könnte in der Herstellung von Pharmazeutika oder Nahrungsmitteln in Zukunft eine Rolle spielen. Für Arctigenin, ein Aglykon von Arctiin und typisches Lignan von Arctium lappa, konnten antivirale und antitumorale Wirkungen beobachtet werden. Arctigenin zeigt phytoöstrogene Eigenschaften und vermochte im Versuch, die Apoptose von östrogenrezeptornegativen Brustkrebszellen zu forcieren. Unter den volkstümlichen Verwendungen der Klettenwurzel als Heilpflanze finden sich Hauterkrankungen, Leberleiden, Haarausfall und rheumatische Erkrankungen.
Bild 10: Illustration der Großen Klette - auch winterlich in schwarzweiß
Bild 10: Illustration der Großen Klette - auch winterlich in schwarzweiß
Aus David Hoffmann: Natürlich gesund – Kräutermedizin: Anwendungsgebiete der Großen Klette seien Hautleiden, die zu Trockenheit und Hautschuppen führen; sowie, über längere Zeit angewendet, Schuppenflechte und Ekzeme. Sie sei bei Rheuma hilfreich, das mit Schuppenflechte einhergeht. Die Wirkung beruhe zum Großteil auf Anregung der Verdauungssäfte, in erster Linie der Galle. Dadurch fördere sie die Verdauung und helfe bei Anorexia nervosa (Magersucht), stärke die Funktion der Nieren und könne Zystitis (Harnblasenentzündung) ausheilen. Äußere Anwendung als Umschlag beschleunige die Heilung von Wunden und Ulcera (Geschwüre). Ekzeme und Schuppenflechte könnten zusätzlich zur inneren Anwendung äußerlich behandelt werden.
Bild 11: Ein wenig Grün sei erlaubt, so sieht die Pflanze zur Blütenzeit aus (Aus Wikipedia, von Christian Fischer, CC BY-SA 3.0)
Bild 11: Ein wenig Grün sei erlaubt, so sieht die Pflanze zur Blütenzeit aus (Aus Wikipedia, von Christian Fischer, CC BY-SA 3.0)
Beschreibungstext aus Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Klette – mit Anpassungen wo notwendig.
Tabelle 1: Unterscheidung von Großer Klette und Hainklette
Unterscheidung

Arctium lappa
Arctium nemorosum
Peduncle

> 30 bis 100 mm   
< 30 mm
Petiolus der basalen Blätter

markhaltig hohl
Blattform herzförmig breit eiförmig, basal herzförmig
Fruchtstand unbehaart, ca. 30 mm
unbehaart, ca. 30 mm
Hüllblätter komplett grün rote Spitzen
Samen braun mit schwarzen Punkten, leicht gekrümmt hellbraun mit schwarzen Punkten, gekrümmt

Kurz zur Präparation

Der Blattstiel ist auch nach der Fixierung sehr weich (wenn er trocknet wird er hart und steif), während der trockene Spross wirklich sehr hart und kaum zu schneiden ist. Daher habe ich den Blattstiel in AFE fixiert, den Spross hingegen mit AFE-Essigsäure mit einem guten Schuss derselben, um das Gewebe etwas aufzuweichen.

Geschnitten habe ich auf dem Tempelchen (Zylindermikrotom im Halter als Tischmikrotom) mit Leica Einmalklingen 818 im SHK Halter. Beim Blattstiel war die Unterstützung mit Bobs Schneidehilfe unumgänglich (Schnittdicke 60 mm), der Spross hingegen ließ sich nach der Fixierung sehr gut freistehend schneiden (Schnittdicke 50µm).

Gefärbt habe ich nach Überführen in Aqua dest. mit W3Asim I nach Rolf-Dieter Müller für ca. 8 Minuten mit einmaligen Erwärmen bis kurz vor den Siedepunkt.

Eingedeckt wurden die Schnitte nach gründlichem Entwässern mit reinem Isopropanol wie immer in Euparal.
Weitere Informationen zur Erstellung botanischer Dauerpräparate finden Sie auf der zugehörigen Themenseite.
Bild 12: Schnitt des Sprosses auf dem Tempelchen, eine Unterstützung war beim Spross nicht notwendig
Bild 12: Schnitt des Sprosses auf dem Tempelchen, eine Unterstützung war beim Spross nicht notwendig

Die verwendete Technik

Die Aufnahmen sind auf dem Leica DMLS mit dem 5x NPlan sowie den 10x, 20x, 40x und 100x PlanApos entstanden. Die Kamera ist eine Panasonic GX7, die am Trinotubus des Mikroskops ohne Zwischenoptik direkt adaptiert ist. Die notwendigen Einstellungen zum Weißabgleich und der Belichtungszeit wurden direkt an der Kamera vorgenommen, die Auslösung erfolgten mit einem drahtlosen Fernauslöser. Der Vorschub erfolgt manuell anhand der Skala am Feintrieb des DMLS.
Alle Mikroaufnahmen sind mit Zerene Stacker V1.04 (64bit) gestackt. Die anschließende Nachbereitung beschränkt sich auf die Normalisierung und ein leichtes Nachschärfen nach dem Verkleinern auf die 1024er Auflösung (alles mit XNView in der aktuellen Version). Bei stärker verrauschten Aufnahmen lasse ich aber auch mal Neat Image in der Version 8.0 ran.

Der Blattstiel

Das besondere an der Präparation ist, dass ich keine frischen Proben sondern beim Blattstiel schon ziemlich verottetes und beim Spross völlig eingetrocknetes Material verarbeitet habe. Das zeigt sich natürlich auch in den folgenden Bildern. Beginnen wir mit dem Blattstiel.
Bild 13: Gefärbter Schnitt des Blattstiels unter dem Präparationsmikroskop
Bild 13: Gefärbter Schnitt des Blattstiels unter dem Präparationsmikroskop
Das Rindenparenchym um die sieben äußeren Leitbündel gibt dem Blattstiel der großen Klette ein gewelltes Äußeres, das auch im trockenen Zustand noch gut zu erkennen ist (siehe auch Bild 3). Wichtig für die Bestimmung: es gibt keine Lakune, der Stiel ist massiv und enthält ein Mark. Auffällig ist die blassgrüne Färbung der Sklerenchymkappen der Leitbündel. Woran das wohl liegen mag?
Bilder 14a-c: Etwas näher heran, eines der großen äußeren Leitbündel mit dem umliegenden Gewebe
  • Bilder 14a: Eines der großen äußeren Leitbündel mit dem umliegenden Gewebe, ungefärbten Schnitt, gestapelt
  • Bilder 14b: Eines der großen äußeren Leitbündel mit dem umliegenden Gewebe, Färbung W3Asim I, gestapelt
  • Bilder 14c: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung und Maßstab
Eigentlich keine Auffälligkeiten, aber warum sind die Sklerenchymkappen grünlich und nicht orange-rot gefärbt? Der Blattstiel ist von Pilzhyphen durchzogen: ob der Pilz sich die Cellulose der Sklerenchymzellen schon komplett einverleibt hat?   
Bilder 15a-f: Leitbündel im Detail
  • Bilder 15a: Leitbündel im Detail, Färbung W3AsimI; gestapelt
  • Bilder 15b: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung und Maßstab
  • Bild 15c: Ein Leitbündel aus einem ungefärbten Schnitt, gestapelt
  • Bild 15d: Die selbe Stelle wie im Bild zufor, jedoch im polarisierten Licht, gestapelt
  • Bilder 15e: Leitbündel im Detail, Sklerenchymkappe, Phloem, Xylem; Färbung W3AsimI; gestapelt
  • Bilder 15f: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung und Maßstab
Im polarisierten Licht (Bild 15d) zeigt sich schön, dass es sich bei den Zellen der mit SklK (Sklerenchymkappen) gekennzeichneten Gewebe tatsächlich um sklerenchymatische Zellen handelt, die aber aufgrund des fortgeschrittenen Zerfalls den Farbstoff Acridinrot nicht mehr annehmen. Ansonsten sehen wir ein typisches geschlossen kollaterales Leitbündel, das im Umriss bis auf die Zellen des Phloems noch sehr gut erhalten ist.

Werfen wir noch einmal einen genaueren Blick auf die Pilzhyphen, die das Gewebe des Querschnitts durchziehen!
Bilder 16a-d: Dem Pilzbefall auf der Spur
  • Bild 16a: Ausschnitt aus dem Rindenparenchym, links unten im Bild die Sklerenchymkappe eines der Leitbündel. Die Zellen sind von Pilzhyphen durchzogen; Färbung W3Asim I, gestapelt
  • Bilder 16b: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung und Maßstab
  • Bild 16c: Detail aus Bild 16a. Die Zellen sind von Pilzhyphen durchzogen; Färbung W3Asim I, gestapelt
  • Bilder 16d: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung und Maßstab
Im Querschnitt lassen sich die Hyphen (Hyp) nicht in ganzer Länge verfolgen, es wird aber schon deutlich, dass das gesamte Gewebe des Blattstiels vom Pilz befallen ist.
Bilder 17a,b: Pilzhypen auf der Epidermis
190113 Grosse Klette Blattstiel quer HypB W3Asim I PlanApo 40x GX7 ZS38 2 filtered clean 1024
Bilder 17a,b: Pilzhypen auf der Epidermis, Bild 17b mit Beschriftung, alle Bilder gestapelt
Bilder 17a,b: Pilzhypen auf der Epidermis, Bild 17b mit Beschriftung, alle Bilder gestapelt
An vielen Stellen auf der Epidermis zeigen sich kleine Büschel von Pilzhyphen. Hier vermute ich, dass diese Sporangien getragen haben, die ihre Sporen bereits entlassen haben und abgefallen sind.

Der Spross

Nach dem weichen Blattstiel nun zum sehr harten Spross, der sich nach der Behandlung mit AFE-Essigsäure aber erstaunlich gut schneiden ließ.
Bild 18a: Querschnitt durch den fixierten, ungefärbten Spross
Bild 18a: Querschnitt durch den fixierten, ungefärbten Spross
Bilder 18b-d: Querschnitte durch den Spross
  • Bilder 18b: Die selbe Aufnahme wie im Bild 18a, jedoch im polarisierten Licht
  • Bild 18c: Querschnitt durch den Spross, Färbung W3Asim I, gestapelt
  • Bilder 18d: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung und Maßstab
Zunächst ist der Unterschied zu einer frischen Probe augenfällig. Die Zellen wirken selbst hier in der Übersicht angegriffen, oft zerstört, was vermutlich mit dem Eintrocknen zusammen hängt. Auch die Fixierung mit dem hohen Essigsäureanteil wird Ihren Teil beigetragen haben. Auffällig ist hier die doppelte Reihe Leitbündel, die noch diskret im Markparenchym liegen. Dabei sorgen die großen äußeren Leitbündel wieder für den profilierten Querschnitt des Sprosses. Unterhalb dieser Bündel folgt dann ein Ring sehr lang gestreckter Leitbündel mit vergleichsweise großen Sklerenchymkappen, getrennt von Markstrahlen. Hier fällt auf, dass das Phloem sehr angegriffen ist und beim Schnitt oder der Präparation eingerissen ist. Dies liegt vermutlich daran, dass die Phloemzellen nach Absterben des Sprosses von den enthaltenen Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen stark angegriffen wurden.
Im zentralen Mark fallen kleine Zellgruppen auf, die aber im vorliegenden Erhaltungszustand nicht einwandfrei zu identifizieren sind, da die Diffe- renzierung durch die Färbung versagt.
Bei den Leitbündeln handelt es sich wahrscheinlich ebenfalls um den geschlossen kollateralen Typus, da ein Cambium nicht zu erkennen ist und es m.E. kein sekundäres Wachstum gibt.
Bilder 19a-c: Etwas näher heran, ein Ausschnitt vom Rand des Sprosses mit zwei großen Leitbündeln.
  • Bild 19a: Detail vom Rand des Sprosses, ungefärbt, gestapelt
  • Bild 19b: Detail vom Rand des Sprosses, Färbung W3Asim I, gestapelt
  • Bilder 19c: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung und Maßstab
Bilder 20a-c: Ein genauerer Blick auf die Struktur der Leitgewebe
  • Bild 20a: Leitbündelanordnung im Spross der Großen Klette, ungefärbt, gestapelt
  • Bild 20b: Leitbündelanordnung im Spross der Großen Klette, Färbung W3Asim I, gestapelt
  • Bilder 20c: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung und Maßstab
Unterhalb des großen Leitbündels links im Bild sind jeweils zwei bis 3 kleinere Nebenleitbündel zu erkennen. Dabei handelt es sich wohl nicht um Blattspuren, da der Querschnitt für die großen Bündel im Blattstiel zu gering ist.
Bilder 21a-f: Weitere Details aus dem Querschnitt des Sprosses
  • Bild 21a: Eines der äusseren Leitbündel. Das Phloem ist stark angegriffen, das Xylem und die sklerenchymatischen Zellen der Leitbündelkappe sind noch gut erhalten. Färbung W3Asim I, getapelt
  • Bilder 21b: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung und Maßstab
  • Bild 21c: Noch ein äußeres Leitbündel im Querschnitt, das Präparat keilt etwas aus, sodass der Schnitt hier deutlich dünner ist, als in den Bilder 21a&b. Färbung W3Asim I, gestapelt
  • Bilder 21d: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung und Maßstab
  • Bild 21e: Sklerenchymkappe eines der innen liegenden Leitbündel; Färbung W3Asim I, gestapelt
  • Bilder 21f: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung und Maßstab
Und wie sieht es beim Spross mit eventuellem Pilzbefall aus? Trotz der Härte des Materials werden wir auch da fündig:
Bilder 22a,b: Auch im Gewebe des Sprosses lassen sich Pilzhyphen nachweisen
190120 Grosse Klette Spross alt quer Hyph W3Asim I PlanApo 40x GX7 ZS30 2 filtered clean 1024
Bilder 22a,b: Auch im Gewebe des Sprosses lassen sich Pilzhyphen nachweisen, Bild 22b mit Beschriftung, Färbung W3Asim I
Bilder 22a,b: Auch im Gewebe des Sprosses lassen sich Pilzhyphen nachweisen, Bild 22b mit Beschriftung, Färbung W3Asim I
Die Präparation hat gezeigt, dass auch von sehr stark verrotteten oder vertrockneten Proben noch gute Präparate erstellt werden können, die über die Färbung auch Aussagen zum Abbau der präparierten Gewebe erlauben. Dabei müssen die Proben jeweils passend aufbereitet werden.
Weiterhin zeigt sich, dass es bei der Großen Klette einige anatomisch interessante Details zu entdecken gibt, die alleine schon eine Untersuchung am frischen Material nahe legen. Ich werde der nächsten Generation Arctium lappa in der Siegaue also im Frühsommer einen Besuch abstatten und den Artikel hier fortsetzen, so dass im Vergleich auch eine Klärung der offenen Fragen und getroffenen Aussagen möglich ist.
Literatur und Links
[1]  Pflanzenanatomie
       Katherine Esau, Gustav Fischer Verlag, 1969
    
[2]  Pflanzenanatomisches Praktikum I
       Braune, Leman, Taubert, Spektrum 2007

[3]  Botanische Schnitte mit dem Zylindermikrotom
       Jörg Weiß, MBK 2011

[4]  W3Asim im Vergleich
       Die W3Asim - Färbungen von Rolf-Dieter Müller, MKB 2014

[5]  Tabelle der Abkürzungen zur Pflanzenanatomie
       Jörg Weiß, MKB 2013

[6]  Arctium lappa bei Wikipedia
       Wikipedia

[7]  iNaturalist
       Community rund um die Bestimmung von Naturbeobachtungen

[8]  Arctium Lappa bei Nature Gate
       Beschreibung der Großen Klette

[9]  Arctium nemorosum bei Nature Gate
       Beschreibung der Hainklette
Bildquellen
  • Bild 10: Illustration zur Großen Klette
    Aus Wikipedia, gemeinfrei
  • Bild 11: Große Klette zur Blütezeit
    Aus Wikipedia, von Christian Fischer, CC BY-SA 3.0
  • Alle anderen Aufnahmen vom Autor des Artikels
      
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Querschnitt durch einen siebenjährigen Spross des Chinesischen Blauregens (Wisteria sinensis, Durchmesser 21 mm) von Bodo Braunstorfinger. Aufnahme von Jörg Weiß
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Mai 2014
Männlicher Eibenzapfen (Taxus baccata) mit Pollen von Horst-Dieter Döricht
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April 2014
Spross des Efeus (Hedera helix) in W3Asim II - Färbung. Aufnahme mit einer Smartphone Kamera freihändig durch das Okular von einer Teilnehmerin der Lehrerfortbildung am Grotenbach Gymnasium Gummersbach.
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März 2014
Maritimer Fadenwurm im Polarisationskontrast von Frank Fox
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Februar 2014
Ungefärbter Querschnitt durch das Blatt des Pampasgrases (Cortaderia selloana) von Jörg Weiß
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Januar 2014
Parietin-Sublimation im freien Raum an Stahlwolle von Heike Buchmann
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Dezember 2013
Die Diatomee Hemiaulus proteus im Hellfeld von Päule Heck
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November 2013
Die Wimpernkugel Volvox aureus im Interphako von Frank Fox
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Oktober 2013
Zwei Algen der Art Micrasterias rotata, Aufnahme von Rudolf Krönung.
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September 2013
Rückenschild und Flügelansätze der Grünen Futterwanze, Aufnahme von Horst-Dieter Döricht
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August 2013
Mit W3Asim II gefärbter Querschnitt durch den Thallus eines Blasentangs (Fucus vesiculosus), Aufnahme von Jörg Weiß.
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Juli 2013
Gelbe Blattwespe (Nematus tibialis), Aufnahme von Horst-Dieter Döricht.
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Juni 2013
Gold in der lamellaren Verwachsung von Kupferkies (gelb) und Bornit (rotbraun). Grube Hohlestein an der Eisernhardt, Siegen. Aufnahme Prof. Holger Adelmann.
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Mai 2013
Spinnenfaden bei 1000-facher Vergrößerung im DIC. Präparation und Schwarzweiß-Aufnahme von Anton Berg.
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April 2013
Papyrus (Cyperus papyrus) ungefärbt in der Primärfluoreszenz. Präparation und Aufnahme von Rolf-Dieter Müller.
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März 2013
Diatomee im Interferenz-Phasenkontrast. Präparation und Aufnahme von Frank Fox.
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Februar 2013
Ungefärbter Querschnitt durch das Blatt einer Kamelie. Präparation und Aufnahme von Jörg Weiß.
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Januar 2013
Leitbündel aus dem Mittelstrang der Frucht eines Zitronenbaums (Citrus x limon). Das filigrane Präparat ist nur 7 µm dick und wurde von Anton Berg erstellt. Zum Vergleich: die meisten hier gezeigten botanischen Schnitte haben eine Dicke von ca. 50 µm. Aufnahme von Jörg Weiß.
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Dezember 2012
Anschliff einer Kohle aus der Grube Fürst Leopold in der Auflichtfluoreszenz; Anregung mit einer Wellenlänge von 470 nm. Aufnahme von Dr. Horst Wörmann.
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November 2012
Schwimmhaare auf der Blattoberseite eines tropischen Schwimmfarns aus der Familie Salvinia. Aufnahme von Frank Fox.
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Oktober 2012
Rezente Diatomee Bacteriastrum furcatum Shadbolt aus dem Golf von Thailand. Aufnahme von Päule Heck.
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September 2012
Die hier gezeigte Spaltöffnung aus Rhynie Chert Material ist 400 Millionen Jahre alt. Aufnahme von Holger Adelmann.
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August 2012
Eier einer Zuckmückenart (Chironomidae) im Phasenkontrast, Aufnahme von Frank Fox.
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Juli 2012
Porträt einer Frühen Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula), Aufnahme von Frank Fox.
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Juni 2012
Dünnschliff eines Quarzitschiefers aus den Italienischen Alpen, Dicke ca. 25 µm. Aufnahme von Holger Adelmann.
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Mai 2012
Tracheen im Xylem des Korallenbaums, Spross, Färbung W3Asim II, Vergrößerung 200x. Aufnahme von Jörg Weiß.
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April 2012
Porträt einer zwei Tage alten Fliegen. Aufnahme von Horst-Dieter Döricht.
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März 2012
Aus der Schmelze kristallisiertes Methylsulfonal im polarisierten Licht. Aufnahme von Frank Fox
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Februar 2012
Die Kieselalge Achnantes longipes. Aufnahme von Frank Fox
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Januar 2012
Primäres Xylem und Markparenchym aus dem Spross der Gewöhnlichen Jungfernrebe. Ungefärbtes Präparat, Aufnahme von Jörg Weiß.
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Dezember 2011
Flügelschuppen eines Großen Fuchses (Nymphalis polychloros) im Auflicht. Aufnahme Frank Fox.
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November 2011
'Dazu muss ich sagen, dass es mir nicht um irgendeine Form wissenschaftlicher Fotografie ging. Ich habe wilde Gemische hergestellt und dann nachgesehen, wie das Produkt aus sah. ... Genieß' das Spiel der Farben und Formen.' Aufnahme von Herne.
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Oktober 2011
Glockentierchen (Vorticellidae) im differenziellen Interferenzkontrast. Aufnahme von Frank Fox.
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September 2011
Die Radiolarie Hexacontium papillosum aus einem Präparat von Albert Elger. Aufnahme von Päule Heck.
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August 2011
Querschnitt durch den Spross des Gartenbambus (Fargesia murieliae). Vergrößerung 100x, Färbung W3Asim II. Aufnahme Jörg Weiß mit Leica C-Plan 10x an Leica DME. Kamera Canon PS A520.
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Juli 2011
Micrasterias rotata aus einer Wasserprobe von der Wuppertalsperre. Aufnahme Holger Adelmann mit der Moticam 2300 am Leitz Orthoplan mit 40er Plan Fluotar und DIC.
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Juni 2011
Bild 1
Angeschliffene Foraminifere aus einem Hydrobienkalk des Untermiozän. Fundort Dexheim bei Mainz. Präparation Fa. Krantz, Aufnahme Prof. Holger Adelmann.
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Juni 2011
Bild 2
Kopf mit Mundwerkzeugen und vorderes Körperdrittel einer nicht näher bestimmten Zuckmückenlarve (Chironomus sp.). Präparation und Aufnahme von Frank Fox.
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Mai 2011
Querschnitt vom Rollblatt des Strandhafers (Ammophila arenaria), Schnittdicke ca. 50 µm, Färbung Wacker W3A. Stitch aus 240 Einzelaufnahmen mit Zeiss Standard WL, Plan Apo 25x/0.65, Kamera Canon EOS 5D MK II mit Vollformat-Chip. Stitching mit Canon Photostitch.
Präparat von Jörg Weiß, Aufnahme von Joachim Schwanbeck.
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April 2011
Eidechsenschwanz (Houttuynia cordata), Abdruck von der Blattunterseite, erstellt mit UHU Hart. Hellfeld.
Vergrößerung 200x, Länge des Bildausschnitts im Objekt ca. 0,5 mm. Aufnahme und Präparation von Jörg Weiß.
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März 2011
Auskristallisierte Mineralstoffe aus flüssigem Kunstdünger. Zeiss Jenamed mit Planapochromat 12,4x CF250, polarisiert mit Lambda-Platte, Einzelaufnahme mit Vollformat-Kamera Canon 5D Mark II.  Aufnahme und Präparation von Frank Fox.
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Februar 2011
Nadelquerschnitt der Schlangenhaut-Kiefer (Pinus heldreichii). Aufnahme und Präparation von Rolf-Dieter Müller, Stitch aus ca. 70 Einzelbilder. Schnittdicke 25 µm, Färbung Wacker W3A (Acridinrot, Acriflavin, Astrablau).
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Januar 2011
Achtung, großes Bild!
Eidechsenschwanz (Houttuynia cordata), Leitbündel. Aufnahme von Prof. Holger Adelmann, Präparat von Jörg Weiß.
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Dezember 2010
Metapelit, Dicke ca. 25 µm, Präparation durch Willi Tschudin, Aufnahme von Dr. Horst Wörmann.
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November 2010
Simocephalus vetulus (Anomopoda), der Plattkopf- Wasserfloh. Aufnahme von Päule Heck.
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