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Nicht nur für Damen - Die Kamelie (Camellia japonica)

Illustration zur camellia japonica aus Flora Japonica, 1870; Siebold und Zuccarini.
Gemeinfrei, zur Verfügung gestellt von Kurt Stüber, www.biolib.de
Jörg Weiß, vom 18.01.2013

Die Kamelie (Camellia japonica) ist eine der bekanntesten Pflanzenarten innerhalb der Gattung Camellia, die wiederum zur Familie der Tee- strauchgewächse (Theaceae) gehört. Sie ist in Ostasien beheimatet und eng mit dem Teestrauch verwandt.
Benannt wurde die Pflanze von Carl von Linné 1735 nach Georg Joseph Kamel, einem mährischen Jesuitenpater und Apotheker, der in Manila gearbeitet und einen Tafelband über die Insel Luzon verfasst hatte. In chinesischen und japanischen Gärten war und ist die Kamelie ein beliebter Zierstrauch. Aber sie spielte auch bei Hof- und Teezeremonien eine Rolle. Besonders die einfachblütigen Arten stehen symbolisch für Freundschaft, Eleganz und Harmonie. In Japan wird die Kamelie auch als Symbol für Tod und Vergänglichkeit gesehen, da sie als ausgewiesener Frühblüher ihre in der Wildform roten Blütenblätter einzeln verliert, während noch Schnee liegt - eine Erinnerung an Blutstropfen. Da passt es gut, dass das aus den Samen gewonnene Öl als Korrosionsschutz für Schwerte und Messer verwendet wurde und wird. 
In Europa ist die erste Kamelie um 1739 belegt. Im 19. Jahrhundert war sie in den Gärten weit verbreitet und gehörte zur adligen und großbürgerlichen Kultur. Dies spiegelt sich auch in Literatur und Kunst wieder, so zum Beispiel in Alexandre Dumas Roman „Die Kameliendame“ oder in der Verdi-Oper „La Traviata“. In beiden wurde der Kamelie auch kulturgeschichtlich ein Denkmal gesetzt.

Inhalt des Artikels

Beschreibung

Spross mit Blattwerk einer Zuchtform der Camellia japonica. Die normalerweise dunkelgrünen, glänzenden Blätter sind gelblich verfärbt, die dunklen Flecken auf der Oberseite weisen auf einen Pilzbefall hin. Eigene Aufnahme.
Camellia japonica wächst als sehr langlebiger, immer- grüner Strauch oder kleiner Baum und erreicht in der Natur Wuchshöhen von 1,5 bis 6, selten bis 11 Meter. Einige chinesische Kamelien werden auf älter als 1000 Jahre geschätzt. Die Rinde junger Zweige ist gräulich-braun, ab dem zweiten Jahr sind sie purpur-braun und unbehaart.
Die wechselständigen, ge- stielten Laubblätter sind einfach mit 5 bis 10 mm langen Blattstielen. Die elliptische, ledrige Blattspreite ist am Rand leicht gewellt und weist bei einer Breite von 2,5 bis etwa 7 cm eine Länge von 5 bis ca. 12 cm auf. Die Blattoberseite ist dunkelgrün, die Blattunterseite ist hell grün mit braunen Punkten. Auffällig ist der dicke, hellere, manchmal gelbliche Mittelnerv.
Blüte einer Zuchtform der Camellia japonica aus den Gewächshäusern der Flora in Köln. Eigene Aufnahme.
Die sehr kurz gestielten Blüten stehen einzeln oder paarweise in den Blatt- achseln. Sie haben etwa neun grüne Hoch- und Kelchblätter. Die sechs bis sieben (bei manchen Sorten auch deutlich mehr) ei- bis verkehrt eiförmigen Kron- blätter kommen in allen Schattierungen von weiß, über rosa bis kräftig dunkelrot vor und weisen eine Größe von 3 bis 4,5 × 1,5 bis 2,5 cm auf. Die fünf inneren Kronblätter sind an ihrer Basis auf einer Länge 0,5 bis 1,5 cm verwachsen. Die vielen unbehaarten Staubblätter sind zwischen 0,5 bis 3,5 cm lang. Beim äußeren Staubblattkreis sind die Staubfäden an ihrer Basis auf einer Länge von 1,5 bis 2,5 zu einer Röhre verwachsen. Der eiförmigen Fruchtknoten wird aus drei Fruchtblättern gebildet und von einem ca. 2,8 cm lange Griffel mit einer dreilappigen Narbe überragt. Die Blütezeit in der Natur reicht von Januar bis März; Kultursorten blühen je nach Sorte im Spätwinter bis ins Frühjahr hinein.
Nach der Befruchtung bildet sich eine holzige, kugelige, dreifächerige Kapselfrucht mit einem Durchmesser von etwa 2,5 bis 4,5 cm. Jedes Fruchtfach enthält nur ein oder zwei Samen. Die inneren Kelch- und Hochblätter sind auch auf der jungen Frucht gut erkennbar. Die fast kugeligen, braunen Samen mit einem Durchmesser von 1 bis 2 cm reifen zwischen September und Oktober.

Verwendung

Eine Blütenknospe an einer der Kamnelien des Autors. Eigene Aufnahme.
Kamelien-Sorten sind in Europa auch heute noch beliebte Zierpflanzen, die ihren modischen Höhepunkt allerdings bereits im 19. Jahrhundert erlebten. Die Kamelie ist eine dankbare Zuchtpflanze, die oft an einigen Zweigen Mutationen bildet. Beispielsweise kann eine Pflanze an einem Zweig plötzlich die Blütenfarbe, Blütenform oder die Belaubung ändern. Bewurzelt man einen Steckling dieses Zweiges, bleiben die neuen Merkmale erhalten. Dies hat zu einer mittlerweile unüberschaubaren Vielfalt unterschiedlicher Sorten geführt.
Weiterhin wird das Öl aus den Samen der Kamelie traditionell zur Pflege und zum Korrosionsschutz von (nicht nur) japanischen Messern und Waffen verwendet.

Präparation

Alle Pflanzenteile wurden frisch auf dem Handzylindermikrotom mit Leica Einmalklingen im SHK-Klingenhalter geschnitten. Die Schnittdicke beträgt jeweils ca. 50 µm.
Spross und Blattstiel konnten freistehend geschnitten werden, die Blattspreite musste vor dem Schnitt in einem Möhrenstück eingebettet werden.
Anschließend wurden die Schnitte für etwa 20 Minuten in AFE fixiert, nicht ohne vorher noch Aufnahmen vom ungefärbten Material in Wasser zu erstellen.

Gefärbt habe ich hier nach W3Asim II von Rolf-Dieter Müller. Entsprechende Arbeitsblätter können im Downloadbereich herunter geladen werden. Eine ausführliche Beschreibung der Färbung finden Sie in der Bibliothek "Botanische Mikrotechnik" hier auf unserer Webseite.

Anatomie des Sprosses - mit Pilzbefall

Ausschnitt aus einem ungefärbten Querschnitt durch einen etwa dreijährigen Spross von Camellia japonica. Vergrößerung 100x, Stapel aus 36 Einzelbildern.
Der Querschnitt durch den Spross der Kamelie zeigt zunächst die für eine holzige dikotyle Pflanze zu erwar- tenden Strukturen. Die schwarz-braun gesprenkel- ten und gelblich verfärbten Blätter des Probematerials weisen jedoch darauf hin, dass die Pflanze unter Stress steht und so finden sich besonders in den oberen Gewebeschichten bis hinein ins Phloem deutliche Spuren von Pilzbefall.
Zunächst folgen einige Auflichtaufnahmen zur Schnittführung und zum Pilzbefall auf der Rinde des Sprosses, dann geht es weiter mit den gefärbten und ungefärbten Schnitten.
Pilzbefall auf der Rinde des Sprosses
Rinde des Kameliensprosses mit Fruchtkörpern verschiedener Pilze und einigen einzelligen Algen. Die kleinen weißen Fruchtkörper haben eine Größe von ca. 50 µm, der einzelne schwarze Fruchtkörper links misst etwa 110 µm. Oben in der Bildmitte wird die Rinde von einer schwärzlichen Gruppe Fruchtkörper durchbrochen, die sich so auch auf den Blättern wieder findet.  Vergrößerung 50x, Stapel aus 43 Einzelbildern.
Rinde des Kameliensprosses mit Fruchtkörpern verschiedener Pilze und einigen einzelligen Algen. Die kleinen weißen Fruchtkörper haben eine Größe von ca. 50 µm, der einzelne schwarze Fruchtkörper links misst etwa 110 µm. Oben in der Bildmitte wird die Rinde von einer schwärzlichen Gruppe Fruchtkörper durchbrochen, die sich so auch auf den Blättern wieder findet. Vergrößerung 50x, Stapel aus 43 Einzelbildern.
Auch die Blätter sind betroffen
Fruchtkörper eines Pilzes auf der Blattoberseite, die einzelnen kreisförmigen Ansammlungen haben einen Durchmesser von bis zu 240 µm. Vergrößerung 50x, Stapel aus 13 Einzelbildern.
Fruchtkörper eines Pilzes auf der Blattoberseite, die einzelnen kreisförmigen Ansammlungen haben einen Durchmesser von bis zu 240 µm. Vergrößerung 50x, Stapel aus 13 Einzelbildern.
Schnittführung am Spross
Der Spross wurde freistehend quer geschnitten.
Der Spross wurde freistehend quer geschnitten.
Legende für die beschrifteten Aufnahmen vom Spross in der folgenden Galerie - grob von innen nach außen:

Sprossquerschnitt:
MP:  Markparenchym
pXl:  Primäres Xylem
T:    Trachee
MS:  Markstrahl
Xl:    Xylem
JRG: Jahresringgrenze
Ca:  Cambium, hier kaum auszumachen
Pl:   Phloem
RP:  Rindenparenchym
Per: Abschlussgewebe

Markparenchym:
ML:   Mittellamelle, hier grenzen zwei Zellen aneinander
ZW:  Die Zellwand einer der Zellen, eine Unterscheidung in z.B.
        primäre und sekundäre Zellwand ist anhand der Färbung und
        der gewählten Vergrößerung nicht möglich
ZM:  Zellmembran, die innere Begrenzung der Zellwand, die sich
       in den Tüpfelkanälen fortsetzt, wahrscheinlich mit Resten des Protoplasten
Art:  Ein Artefakt - Staub irgendwo in der Kamera. Ich habe ihn leider noch nicht gefunden

Markstrahlen im Xylem:
T:     Trachee
MS:   Markstrahl
HTpf: Hoftüpfel verbinden Tracheen und Markstrahlen sowie Tracheen
         untereinander
Tpf:   Mit diesen stehen die Zellen der Markstrahlen untereinander in
         Verbindung. Da die Strahlen leicht schräg zur Schnittebene
         verlaufen, zeigen sich die Tüpfel mal in der Aufsicht und mal im
         Querschnitt, je nach dem, wie die Zelle geschnitten wurde.
Art:   Leider wieder das schon oben angesprochene Artefakt

Pilze im Abschlussgewebe:
Per q:   Abschlussgewebe quer
Per t:   Abschlussgewebe transversal
Hyp 1:  Der Hauptverursacher - der Pilz hat ein dichtes Netz von Hyphen
           gebildet
Hyp 2:  Aber es gibt zumindest noch eine weitere Art, die sich auf der Probe
           breit macht.
Art:     Und auch die Fluse ist wieder da
Schnitte vom Spross der Kamelie mit Erläuterungen
  • Sprossquerschnitt in der Übersicht, Vergrößerung 50x, Stapel aus 16 Bildern. Auffällig schon hier das strukturierte Markparenchym mit kleinen, dickwandigen und größeren, dünnwandigen Zellen sowie die tiefroten Flächen im Rindenparenchym.
  • Etwas näher heran, Vergrößerung 100x, Stapel aus je 12 Bildern.
  • Das gleiche Bild mit Beschriftung. Der Querschnitt zeigt sich mit einem feinporigen Holzteil, in dem dicht an dicht die kleinen Tracheen liegen, das Phloem ist recht schmal und wird von einem Rindenparenchym gefolgt, in dem sich der Zellverband an vielen Stellen bereits aufgelöst hat. Spannend ist auch das Abschlussgewebe, das aus mehreren Lagen sklerifizierter Zellen besteht. Die ungewöhnliche Struktur deutet darauf hin, dass die Pflanze unter starkem Stress steht.
  • Mark und Xylem ungefärbt, Vergrößerung 100x, Stapel aus 36 Bildern.
  • Eine ähnliche Stelle im gefärbten Präparat, wieder bei 100facher Vergrößerung.
  • Tüpfel in den dickwandigen Zellen des Markparenchyms; Vergrößerung 400x, Stapel aus 7 Bildern.
  • Die gleiche Aufnahme mit Beschriftung.
  • Riesenhafte Steinzelle als Idioblast im Markparenchym, Vergrößerung 200x, Stapel aus 23 Bildern. Der Idioblast ist mit rund 380 µm deutlich größer als alle umgebenden Zellen und bis auf die sehr dünnen Kanäle im Inneren massiv.
  • Mark und Xylem ungefärbt, Vergrößerung 200x, Stapel aus 32 Bildern.
  • Eine ähnliche Stelle im gefärbten Präparat.
  • Markstrahlen im Xylem,  Vergrößerung 400x, Stapel aus 3 Bildern.
  • Die gleiche Aufnahme mit Beschriftung.
  • Phloem und das stark angegriffene Rindenparenchym, zunächst eine Aufnahme aus einem nicht so stark betroffenen Bereich. Auffällig auch das Abschlussgewebe aus mehreren Lagen sklerifizierter Zellen. Vergrößerung 200x, Stapel aus 10 Bildern.
  • Die gleiche Aufnahme mit Beschriftung.
  • Hier ein besonders stark betroffener Bereich. Während das Xylem (noch?) nicht verändert ist, haben sich die Zellverbände des Rindenparenchyms teilweise aufgelöst und auch das Phloem ist schon in Mitleidenschaft gezogen. Die Pflanze wehrt sich durch Sklerifizierung gegen eine Bedrohung, der sie hier nicht Herr zu werden scheint. Was aber führt zu diesen massiven Schäden bzw. Abwehrreaktionen?
  • Die gleiche Aufnahme mit Beschriftung.
  • Pilzhypen mindestens zweier verschiedener Pilzarten auf den Zellen des Abschlußgewebes. Hier haben wir die Auslöser der in den vorangegangenen Bildern gezeigten Beschädigungen. Vergrößerung 400x, Stapel aus 13 Bildern.
  • Die gleiche Aufnahme mit Beschriftung.

Anatomie des Blattes

Gefärbter Querschnitt durch die Mittelrippe des Kamelienblattes, Vergrößerung 50x.
Die folgenden Schnitte zeigen den Blattstiel und die Blattspreite eines Kamelienblattes.
Wie beim vorangegangenen Spross finden sie die Aufnahmen ungefärbter und gefärbter Schnitte. Im Blattstiel setzen sich die schon im Spross vorhan- denen Leitbündel fort, dabei liegt das im Spross innen liegende Xylem hier an der Oberseite des zentralen, von einem Sklerenchym umschlossenen Leitgewebes. Im stark ausgeprägten Rindenparenchym finden sich viele Drusen und auch wieder die schon vom Spross bekannten sklerenchymatischen Idioblasten.
Die Blattspreite zeigt einen lehrbuchhaften Aufbau mit einem oben liegenden, zweireihigen Palisadenparenchym, in dem im ungefärbten Schnitt noch sehr schön die grünen Chloroplasten erkennbar sind. Aber auch hier gibt es die einzelnen Sklerenchymzellen, die als Idioblasten diesmal von der oberen Epidermis durch das Palisadenparenchym bis ins Schwammparenchym reichen. Und natürlich darf auch der Blick auf ein Stoma nicht fehlen.
Zunächst aber wieder die Schnittführung anhand einer Makroaufnahme, anschließend folgt die Erläuterung der Beschriftung und dann die Galerien vom Blattstiel und der Blattspreite.
Schnittführung an Blattstiel und -spreite
Die folgenden Bilder zeigen Querschnitte von Blattstiel und Blattspreite. Die Schnittführung ist hier beispielhaft an einem Blatt von Camellia japonica gezeigt.
Die folgenden Bilder zeigen Querschnitte von Blattstiel und Blattspreite. Die Schnittführung ist hier beispielhaft an einem Blatt von Camellia japonica gezeigt.
Legende für die beschrifteten Aufnahmen vom Spross in der folgenden Galerie - grob von innen nach außen:

Blattstiel:
T:    Trachee
Xl:    Xylem
MS:  Markstrahl
Ca:   Cambium
Pl:    Phloem
Skl:  Sklerenchym
RP:   Rindenparenchym

Rindenparenchym (SW Polaufnahme) des Blattstiels:
DR:   Calciumoxalat-Druse
StZ:  Eingelagerte Steinzelle, ein Idioblast
Cu:   Auch die Cuticula leuchtet im polarisierten Licht auf

Mittelrippe und Blattspreite:
Xl:  Xylem
Pl:  Phloem
Skl: Sklerenchym
LB:  Leitbündel einer Nebenrippe
RP:  Rindenparenchym
D:   Calciumoxalat-Drusen
StZ: Auch hier Steinzellen als Idioblast
Ep:  Epidermis
Cu:  Cuticula
PP:  Palisadenparenchym
SP:  Schwammparenchym

Stoma (Spaltöffnung):
SP:         Schwammparenchym der Blattunterseite
SSt-IZR: Substomatärer Interzellularraum - früher Atemhöhle.
NZ:        Nebenzelle
SZ:        Schließzelle
EP:        Epidermis
Cu:        Cuticula
Schnitte vom Blattstiel der Kamelie mit Erläuterungen
  • Ungefärbter Querschnitt durch den Blattstiel, Vergrößerung 50x, Stapel aus 16 Bildern.
  • Hier der nach W3Asim II gefärbte Querschnitt. Die Vergrößerung beträgt wieder 50x, diesmal reichten 10 Bilder für den Stapel aus.
  • Ungefärbtes Detail mit den Leitgeweben. Die Oberseite des Blattstiels zeigt hier nach unten. Vergrößerung 200x, Stapel aus 26 Bildern.
  • Und wieder die nach W3Asim II gefärbte Variante bei gleicher Vergrößerung.
  • Ein Ausschnitt aus dem Leitgewebe mit Xylem, Cambium und Phloem (von links nach rechts). Vergrößerung 200x, Stapel aus 11 Bildern.
  • Die gleiche Aufnahme mit Beschriftung.
  • Im Rindenparenchym des Blattstiels finden sich viele Calciumoxalat-Drusen und sklerifizierte Idioblasten (Steinzellen). Die Aufnahme in polarisiertem Licht bei gekreuzten Polfiltern hebt diese deutlich hervor. SW-Bild bei einer Vergrößerung von 200x, Stapel aus 10 Einzelbildern.
  • Die gleiche Aufnahme mit Beschriftung.
Ein Steinzelle als Idioblast im Rindenparenchym des Blattstiels
Idioblasten sind einzelne Zellen, die sich von ihrem Aufbau her deutlich von den Zellen des sie umgebenden Gewebes unterscheiden, so wie es hier bei der mit einer Länge von rund 180 µm sehr großen Steinzelle im Rindenparenchym des Blattstiels der Fall ist.
Idioblasten sind einzelne Zellen, die sich von ihrem Aufbau her deutlich von den Zellen des sie umgebenden Gewebes unterscheiden, so wie es hier bei der mit einer Länge von rund 180 µm sehr großen Steinzelle im Rindenparenchym des Blattstiels der Fall ist.
Schnitte von der Blattspreite der Kamelie mit Erläuterungen
  • Ungefärbter Schnitt durch die Mittelrippe des Kamelienblattes. Vergrößerung 50x.
  • Hier das gefärbte Präparat eines ähnlichen Schnittes mit Beschriftung.
  • Querschnitt der Blattspreite am gefärbten Präparat. Vergrößerung 200x, Stapel aus 14 Bildern.
  • Das gleiche Bild mit Beschriftung.
  • Stoma an der Blattunterseite von Camellia japonica. Vergrößerung 400x, Stapel aus 9 Bildern.
  • Das gleiche Bild mit Beschriftung.
  • Auch in der Mittelrippe finden sich sklerenchymatische Idioblasten. Bei diesem hier ähnelt der verbliebene Hohlraum einem Apfelmännchen. Natürlich muss man sich die Struktur dreidiemensional vorstellen, während die bekannte Mandelbrotmenge nur zwei Dimensionen hat. Vergrößerung 400x, Stapel aus 12 Bildern.
Ungefärbter Querschnitt durch die Blattspreite mit Palisaden- und Schwammparenchym. Die grünen Chloroplasten sind hier besonders schön zu erkennen, sie werden bei der späteren Präparation durch Fixierung und Färbung oft zerstört oder zumindest überdeckt.  Vergrößerung 200x.
Ungefärbter Querschnitt durch die Blattspreite mit Palisaden- und Schwammparenchym. Die grünen Chloroplasten sind hier besonders schön zu erkennen, sie werden bei der späteren Präparation durch Fixierung und Färbung oft zerstört oder zumindest überdeckt. Vergrößerung 200x.
Literatur
[1]  Anatomy of Seed Plants, 2nd Edition
      Katherine Esau, Wiley-India Reprint 2011.
      
[2]  Pflanzenanatomisches Praktikum I
      Braune, Leman, Taubert, Spektrum 2007.
      Anatomischer Bau der Laubblattspreite

[3]  Mikroskopisch-Botanisches Praktikum
      Gerhard Wanner, Thieme 2004.
      Kap. 12 (Blatt) und 13 (Spross)

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August 2011
Querschnitt durch den Spross des Gartenbambus (Fargesia murieliae). Vergrößerung 100x, Färbung W3Asim II. Aufnahme Jörg Weiß mit Leica C-Plan 10x an Leica DME. Kamera Canon PS A520.
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Juli 2011
Micrasterias rotata aus einer Wasserprobe von der Wuppertalsperre. Aufnahme Holger Adelmann mit der Moticam 2300 am Leitz Orthoplan mit 40er Plan Fluotar und DIC.
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Juni 2011
Bild 1
Angeschliffene Foraminifere aus einem Hydrobienkalk des Untermiozän. Fundort Dexheim bei Mainz. Präparation Fa. Krantz, Aufnahme Prof. Holger Adelmann.
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Juni 2011
Bild 2
Kopf mit Mundwerkzeugen und vorderes Körperdrittel einer nicht näher bestimmten Zuckmückenlarve (Chironomus sp.). Präparation und Aufnahme von Frank Fox.
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Mai 2011
Querschnitt vom Rollblatt des Strandhafers (Ammophila arenaria), Schnittdicke ca. 50 µm, Färbung Wacker W3A. Stitch aus 240 Einzelaufnahmen mit Zeiss Standard WL, Plan Apo 25x/0.65, Kamera Canon EOS 5D MK II mit Vollformat-Chip. Stitching mit Canon Photostitch.
Präparat von Jörg Weiß, Aufnahme von Joachim Schwanbeck.
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April 2011
Eidechsenschwanz (Houttuynia cordata), Abdruck von der Blattunterseite, erstellt mit UHU Hart. Hellfeld.
Vergrößerung 200x, Länge des Bildausschnitts im Objekt ca. 0,5 mm. Aufnahme und Präparation von Jörg Weiß.
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März 2011
Auskristallisierte Mineralstoffe aus flüssigem Kunstdünger. Zeiss Jenamed mit Planapochromat 12,4x CF250, polarisiert mit Lambda-Platte, Einzelaufnahme mit Vollformat-Kamera Canon 5D Mark II.  Aufnahme und Präparation von Frank Fox.
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Februar 2011
Nadelquerschnitt der Schlangenhaut-Kiefer (Pinus heldreichii). Aufnahme und Präparation von Rolf-Dieter Müller, Stitch aus ca. 70 Einzelbilder. Schnittdicke 25 µm, Färbung Wacker W3A (Acridinrot, Acriflavin, Astrablau).
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Januar 2011
Achtung, großes Bild!
Eidechsenschwanz (Houttuynia cordata), Leitbündel. Aufnahme von Prof. Holger Adelmann, Präparat von Jörg Weiß.
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Dezember 2010
Metapelit, Dicke ca. 25 µm, Präparation durch Willi Tschudin, Aufnahme von Dr. Horst Wörmann.
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November 2010
Simocephalus vetulus (Anomopoda), der Plattkopf- Wasserfloh. Aufnahme von Päule Heck.
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