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Der Muriel-Bambus (Fargesia murieliae)

Bild 1: Habitus des Muriel-Bambus - Aufnahme aus dem Zoo von San Diego, Kalifornien Bild 1: Habitus des Muriel-Bambus - Aufnahme aus dem Zoo von San Diego, Kalifornien
Jörg Weiß, vom 30.05.2015

Vom Muriel-Bambus (Garten- bambus oder Schirmbambus) haben wir vor einiger Zeit bereits einige Bilder des Sprossquerschnitts gezeigt. Er ist, wie die meisten Bam- busarten, nicht ganz einfach zu schneiden, da er sehr hart ist. Dafür bietet er aber einige interessante Details, die ich hier zeigen möchte. Dazu habe ich Schnitte von Blatt, Spross, Rhizom und Wurzel erstellt.
Zugegeben: die Spross- querschnitte stammen aus dem Jahr 2011 und wurden hier auf der MKB Webseite bereits einmal in der Galerie Botanische Schnitte gezeigt.
Artikelinhalt

Informationen zum Muriel-Bambus

Bild 2: Halme und Blätter des Muriel-Bambus (Fargesia murieliae) Bild 2: Halme und Blätter des Muriel-Bambus (Fargesia murieliae)
Der Muriel-Bambus (Fargesia murieliae, das Artepitheton oft auch murielae, früher Sina- rundinaria jaunsarensis) aus der Unterfamilie der Bambus- gewächsen (Bambusoideae) in der Familie der Süßgräser (Poaceae).
Der Gattungsname Fargesia erinnert an den französischen Missionar Paul Farges (1844–1912), während das Artepi- theton auf Muriel Wilson hin weist, die Tochter des britischen Pflanzensammlers Ernest Wilson, der diesen Bambus 1910 in den USA einführte. Oft ist Fargesia murielae auch unter den Trivialnamen Gartenbambus oder Schirmbambus zu finden.
Wie die meisten der 78 Fargesia-Arten ist der Muriel-Bambus ursprünglich in China beheimatet. Er wächst in der Provinz Sichuan und dem Waldgebiet Shennongjia in der Provinz Hubei im südlichen Zentral-China in Höhenlagen von 1600 bis 3000 Metern.
Fargesia murielae ist der mit Abstand am häufigsten in Gärten anzutreffende Bambus, da er recht anspruchslos und winterhart ist und keine Ausläufer bildet.
Bild 3: Blattwerk des Muriel Bambus
Bild 3: Blattwerk des Muriel Bambus
Auffällig ist die starke Verzweigung der zwischen 1,20 und 5 Meter langen und mit bis zu 1,4 cm Durchmesser eher schlanken Sprosse, wie sie für Fargesiaarten typisch ist. Die Internodien sind zylindrisch, 15 bis 23 Zentimeter lang, zuerst weiß bemehlt mit leichten Längsrippen. Die Wandstärke beträgt 1,5 bis 2,5 Millimeter, das Innere ist beim jungen Spross mit Mark gefüllt. Der Bereich über den Knoten hat etwa den gleichen oder einen etwas größeren Durchmesser wie der Knoten selbst. Der untere Bereich des Knotens mit der Blattscheidennarbe steht etwas hervor. Die Halmscheiden sind ledrig und kahl und fallen ab, Öhrchen und Borsten fehlen. Das Blatthäutchen (Ligula) ist gebogen oder abgebrochen, 0,5 bis 1 Millimeter lang und kahl. Je Knoten werden drei bis zehn Zweige gebildet. Je Endzweig werden ein bis zwei, maximal sechs Laubblätter gebildet. Die Blattscheide der Laubblätter ist ebenfalls kahl, tragen aber Borsten. Ihre Ligula ist abgebrochen, etwa 1 Millimeter lang und kahl. Die ebenfalls unbehaarte, gestreckt lanzettliche Blattspreite wird 6 bis 10 Zentimeter lang und 0,8 bis 1,2 Zentimeter breit. Die Nebenadern sind in Gruppen zu drei oder vier zusammengefasst, was dem Blatt ein streifiges Aussehen gibt. Im Gegenlicht werden die quer verlaufende Blattadern sichtbar.
Bild 4: Spitze eines Halmes mit jungen Blättern
Bild 4: Spitze eines Halmes mit jungen Blättern
Der Muriel-Bambus hat als Art aus der Gattung Fargesia pachymorphe Rhizome und bilden daher Horste. Der Rhizomkörper ist eher kurz und dick, spindelförmig bis beinahe rund und meist mehr oder weniger gekrümmt. An der dicksten Stelle ist das Rhizom meist dicker als der Halm, in dem das Rhizom typischerweise endet. Seitliche Knospen können nur wieder als Rhizome aus wachsen, Halme bilden sich nur an den Enden des Rhizoms. 
Bild 5: Blätter des Muriel-Bambus Bild 5: Blätter des Muriel-Bambus
Die Fargesia-Arten gehören zu den monokarpen Pflan- zen, die wie viele andere Bambusarten nach der Blüte absterben und sich in der Natur nur durch Samen vermehren. Teilweise ist es möglich, durch Rückschnitt bis zum Boden ein erneutes Wachstum anzuregen. Auch wurde beobachtet, dass sehr reichlich vorhandenes Wasser das Absterben nach der Blüte verhindern kann. Der Blührhythmus beträgt 80 bis 120 Jahre. Die letzte Blüte war um 1990.
Fast die gesamte Population des Muriel-Bambus außerhalb seiner natürlichen Vorkommen ist daher durch vegetative Vermehrung und Spaltung der Horste entstanden und geht auf die eine, von Wilson 1910 nach Amerika importierte Pflanze zurück. Im Rahmen der Bestäubung bei der letzten Blüte ist es daher sozusagen zur Inzucht gekommen [6]. Viele der aus diesen Samen nachgezogenen Pflanzen haben sich verändert und entsprechen nicht mehr der ursprünglichen Art in China. So zeigen die Blätter meiner Pflanze keine ausgeprägte Gruppierung der Nebenadern.  

Kurz zur Präparation

Alle Proben wurden direkt nach der Probenahme freistehend (nur das Blatt in Möhreneinbettung) auf dem Handzylindermikrotom mit Leica Einmalklingen im SHK-Klingenhalter quer geschnitten. Die Schnittdicke beträgt bei allen Schnitte ca. 50 µm. Wer möchte, findet hier weitere Informationen zum Schnitt mit dem Handzylindermikrotom.
Einige Aufnahmen vom Frischmaterial vor der Fixierung und Färbung ergänzen später die Bilder von den Präparaten.
Gefärbt habe ich die Schnitte - nach ca. 20-minütiger Schnittfixierung in AFE - mit dem W3Asim II Farbstoff von Rolf-Dieter Müller. Entsprechende Arbeits- blätter können im Downloadbereich unserer Webseite herunter geladen werden. Nach der Färbung wurde vor dem Entwässern durch häufiges Spülen mit jeweils frischem Aqua dest. sanft differenziert.
Eine ausführliche Beschreibung der W3Asim-Färbungen finden Sie auch auf unserer Webseite: zum Artikel von Rolf-Dieter Müller.
Eingedeckt sind die Schnitte - nach gründlichem Entwässern in reinem Isopropanol - in Euparal.
Bild 6: Aufbau der Okularadaption mit der Canon Powershot A520
Bild 6: Aufbau der Okularadaption mit der Canon Powershot A520

Die verwendete Technik

Alle Aufnahmen entstanden auf dem Leica DM E mit den Objektiven NPlan 5 und 40x sowie den 10x und 20x PlanApos. Die Kamera ist eine Canon Powershot A520 mit Herrmannscher Okularadaption. Zur Zeit nutze ich am Adapter ein Zeiss KPL 10x, das mit den Leica-Objektiven sehr gut harmoniert. Die Steuerung der Kamera erfolgt am PC mit dem Programm PSRemote und der Vorschub wird manuell anhand der Skala am Feintrieb des DM E eingestellt.
Alle Mikroaufnahmen sind mit Zerene Stacker V1.04 (64bit) gestackt. Die anschließende Nachbereitung beschränkt sich auf die Normalisierung und ein leichtes Nachschärfen nach dem Verkleinern auf die 1024er Auflösung (alles mit XNView in der aktuellen Version). Bei stärker verrauschten Aufnahmen lasse ich aber auch mal Neat Image ran.
Nun aber zu den Schnitten! Beginnend mit dem Blatt arbeiten wir uns über Spross und Rhizom zur Wurzel vor.

Das Blatt

Die Blätter vieler Fargesia-Arten reagieren recht empfindlich auf Trockenheit und starke Sonneneinstrahlung, in dem sie sich einrollen. Dies kann man schön in der folgenden kleinen Bildsequenz verfolgen, die innerhalb von etwa 20 Minuten unter einer Lampe entstanden ist.
Bilder 7-9: Die Blätter des Muriel-Bambus rollen sich ein
  • Bild 7: Die Ausgangssituation - ein frischer Zweig mit einigen Blättern
  • Bild 8: Die Blätter reagieren nach wenigen Minuten auf den Trocken- und Wärmestress, in dem sie beginnen, sich einzurollen
  • Bild 9: In eingerolltem Zustand ist die Verdunstung durch die Verkleinerung der  der Sonne ausgesetzten Blattfläche herab gesetzt. Ein guter Schutz, den man bei Gräsern häufig beobachten kann.
Unter dem Mikroskop sieht das ganze dann so aus:
Bild 10: Eingerollter Querschnitt durch ein Blatt von Fargesia murieliae, Vergrößerung 50x, Stapel aus 10 Bildern
Bild 10: Eingerollter Querschnitt durch ein Blatt von Fargesia murieliae, Vergrößerung 50x, Stapel aus 10 Bildern
Schon hier kann man die bulliformen Zellen (Gelenkzellen) erkennen, die für das Einrollen des Blattes zuständig sind. Man findet sie bei vielen Gräsern, so z.B. auch beim Strandhafer oder den Seggen, zu denen es auch Beiträge auf unserer Webseite gibt.
Schauen wir uns das Blatt nun einmal genauer an. Im Durchlicht Makro und auch bei 100-facher Vergrößerung erkennt man die netzartige Nervatur:
Bild 11: Makroaufnahme vom Blatt des Muriel-Bambus im Durchlicht
Bild 11: Makroaufnahme vom Blatt des Muriel-Bambus im Durchlicht
Bild 12: Nervatur des Blattes im Durchlicht bei einer Vergrößerung von 100x. In der mikroskopischen Aufnahme sind auch schön einige Konidien und Pilzhyphen zu erkennen, die sich dunkel vor dem Hintergrund des Blattes abheben.
Bild 12: Nervatur des Blattes im Durchlicht bei einer Vergrößerung von 100x. In der mikroskopischen Aufnahme sind auch schön einige Konidien und Pilzhyphen zu erkennen, die sich dunkel vor dem Hintergrund des Blattes abheben.
Nun schauen wir uns die Blattquerschnitte an, zunächst ungefärbt und dann gefärbt mit W3Asim II nach Rolf-Dieter Müller.
Bilder 13-21: Blattquerschnitte vom Muriel-Bambus
  • Bild 13: Blattrand; frischer Schnitt, Vergrößerung 200x
  • Bild 14: Bulbiforme Zellen (Gelenkzellen) zwischen zwei Leitbündeln; frischer Schnitt, Vergrößerung 400x
  • Bild 15: Das Hauptleitbündel in der Mitte der Blattspreite; frischer Schnitt, Vergrößerung 400x
  • Bild 16: Blattspreite im Querschnitt mit Nebenleitbündeln, Assimilationsparenchym und Gelenkzellen; frischer Schnitt, Vergrößerung 400x
  • Bild 17: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung.
  • Bild 18: Nun in Bunt! Wieder der Querschnitt durch die Blattspreite an einer ähnlichen Stelle wie in den beiden Bildern zuvor. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 400x
  • Bild 19: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung.
  • Bild 20: Noch einmal ein Hauptleitbündel; Färbung W3Asim II, Vergrößerung 400x
  • Bild 21: Hier ist neben einem Leitbündel unten links ein Stoma erkennbar, darüber wieder Gelenkzellen; Färbung W3Asim II, Vergrößerung 400x
Das Blatt ist mit einem Durchmesser vom 90 bis 120 µm sehr dünn und beim Schnitt entsprechend empfindlich. Außerdem sind die Zellen des Assimilationsparenchyms sehr klein. Beides zusammen führt zu etwas zu dicken Schnitten, bei denen das Assimilationsparenchym in einer einzigen grünen Masse absäuft. Die Bilder 16 und 17 sind ein Glücksgriff, hier beträgt die Schnittdicke geschätzt nur etwa 25 bis 30 µm und die einzelnen Zellen werden erkennbar, auch wenn die Leitbündel schräg angeschnitten sind.
Die Größe der bulliformen Zellen liegt etwa bei 30 * 20 µm. Ihre Vakuole ist normalerweise mit Wasser gefüllt. Verdunstet dieses, schrumpfen die Zellen und führen zum Einrollen des Blattes.
Informationen zu den Abkürzungen in den beschrifteten Mikroskopischen Bildern finden Sie hier [5] auf unserer Webseite.

Der Spross

Werfen wir nun einen Blick auf den Spross oder Halm des Muriel-Bambus. Beachtenswert ist der Farbumschlag ins Magentafarbene, der sich auch beim Rhizom und der Wurzel beobachten lässt. Bis auf die Zellen des Phloems und des Xylemparenchyms sind alle Zellen des Halms in unterschiedlichen Graden sklerifiziert. Die W3Asim Färbung zeigt dies durch wunderbar differenzierte Farben von Pink bis Rot-Orange an.
Bild 22: Sprossquerschnitt vom Muriel-Bambus; Färbung W3Asim II, Vergrößerung 50x
Bild 22: Sprossquerschnitt vom Muriel-Bambus; Färbung W3Asim II, Vergrößerung 50x
Bilder 23-27: Sprossquerschnitte des Muriel-Bambus
  • Bild 23: die selbe Übersichtsaufnahme wie in Bild 22, jedoch mit Maßstab
  • Bild 24: Etwas näher heran, im Markparenchym finden sich, wie bei monokotyledonen Pflanzen üblich, viele unterschiedlich alte Leitbündel, die nach außen hin jünger werden. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 100x
  • Bild 25: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 26: Ein einzelnes geschlossen kollaterales Leitbündel, charakteristisch sind die beiden großen Tracheen, oberhalb derer das vergleichsweise kleine Phloem liegt. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 200x
  • Bild 27: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung
Wie es sich für eine monokotyledone Pflanze gehört, finden sich über den gesamten Sprossquerschnitt verteilte gleichartige Leitbündel. Im Rahmen des Dickenwachstums werden einfach immer wieder neue Leitbündel gebildet, was man am Rand des Sprosses beobachten kann (Bild 23). Auch gut zu sehen ist, dass die Sklerenchymkappen um die Leitbündel mit dem Alter des Sprosses immer massiver werden. Bei den Bündeln selbst handelt es sich um geschlossen kollaterale Leitbündel ohne Cambium zwischen Xylem und Phloem.
Adulte Bambusstängel sind abseits der Knoten hohl. Man erkennt an den Zellresten am inneren Rand des Sprossquerschnittes, dass es sich dabei um einen lysigenen Hohlraum handelt, der durch Auflösung der abgestorbenen Markzellen entsteht.

Das Rhizom

Das Rhizom ist ein Speicherorgan des Bambus und als unterirdisch wachsender Spross zu verstehen und als solcher hat es natürlich auch Blätter. Diese sind hier braun und abgestorben und bilden eine schützende Hülle. Am Ende der Stücke sieht man weitere Rhizomknospen - ein Rhizomstück bildet in der neuen Wachstumsperiode mehrere Rhizomknospen und genau einen Halm aus und diesen hatte ich schon zurück geschnitten.
Bild 28: Makroaufnahme von Rhizomstücken des Muriel-Bambus
Bild 28: Makroaufnahme von Rhizomstücken des Muriel-Bambus
Auch in der folgenden Makroaufnahme eines fertigen Präparates lassen sich zwei Blattansätze erkennen. Wie das gesamte Rhizom auch, sind fast alle Zellen des Blattes mehr oder weniger sklerifiziert, weswegen auch hier die Farbe Magenta überwiegt. Richtig verholzte Zellen mit hohem Ligninanteil in der Zellwand haben allerdings eher eine orange bis rote Färbung.
Bild 29: Makroaufnahme vom Querschnitt des Rhyzoms mit Blattansätzen; Färbung W3Asim II
Bild 29: Makroaufnahme vom Querschnitt des Rhyzoms mit Blattansätzen; Färbung W3Asim II
Die Schnitte waren wie gesagt nicht ganz einfach und einige wurden dicker als erwartet während andere sehr dünn ausfielen. Den Überblick über den Aufbau des Rhizoms möchte ich daher nutzen, um die unterschiedlich ausgefallenen Schnitte zu zeigen. Der mittlere Schnitt ist in meinen Augen optimal, ihn habe ich auch beschriftet. Im folgenden ist auch sehr gut eine Unterscheidung zwischen den magentafarbenen Zellen und den richtig verholzten rot-orangenen Zellen möglich. 
Bilder 30-34: Überblick über den Bau des Rhizoms und unterschiedliche Schnittdicken
  • Bild 30: Ein recht dünenr Schnitt durch den Mark- und Rindenbereich des Rhizoms, die farbliche Differenzierung der Zellarten ist nicht optimal. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 100x
  • Bild 31: Ein vergleichbarer Schnitt mit optimaler Dicke aus einem anderen Präparat. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 100x
  • Bild 32: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung.
  • Bild 33: Nochmals die selbe Aufnahme wie in Bild 31 mit einem Hinweis auf die unterschiedlich stark lignifizierten Zellen.
  • Bild 34: Dieser Schnitt ist zu dick geraten, es sind nur wenige Details erkennbar. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 100x
Die Blattansätze lohnen natürlich einen genaueren Blick und da das Rhizom ein umgewandelter Spross ist, sollten sich doch - obwohl unterirdisch wachsend - auch Stomata finden. All dies in den folgenden Detailaufnahmen aus dem Rindenbereich des Rhizoms.
Bilder 35-42: Blattansätze, Blattspuren und Stomata
  • Bild 35: Das Blatt des Rhizoms liegt zunächst eng an diesem an. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 200x
  • Bild 36: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung.
  • Bild 37: Das Blatt geht hier in die äußeren Gewebeschichten des Rhizoms über. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 100x
  • Bild 38: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung.
  • Bild 39: Eine Blattspur im Rindenparenchym des Rhizoms. Diese versorgte die noch frischen Blätter mit Wasser und Nährstoffen und wird nun, da die Blätter des Rhizoms abgestorben sind, nicht mehr benötigt. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 400x
  • Bild 40: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung.
  • Bild 41: Auch in diesem recht dünnen Schnitt ist wieder eine Blattspur zu sehen.  Interessanter sind hier jedoch die beiden Stomata, die also auch am unterirdisch wachsenden Rhizom vor kommen. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 400x
  • Bild 42: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung.
Im oben liegenden Blatt (Bilder 35 & 36) ist ein Leitbündel zu erkennen und den Abschluss bildet eine vierreihige sklerifizierte Epidermis zum Schutz z.B. gegen nagende Insektenlarven. Das Blatt hat eine Dicke von ca. 175 µm, davon entfallen rund 34 µm auf das Sklerenchym der Epidermis. Im Parenchym des darunter liegenden Rhizoms sind viele kleine schwarze Pünktchen zu erkennen. Es handelt sich hier um Kristallisationskeime von Amyloplasten, die die Zellen in frischem Zustand komplett ausgefüllt haben. Leider sind sie im Laufe der Präparation verloren gegangen.
Die Stomata (Bilder 41 & 42) sind recht klein, aber häufiger zu finden, als bei einem Rhizom vielleicht vermutet.

Was bleibt, sind die Leitbündel, die in der folgenden kleinen Galerie genauer betrachtet werden. Hier sind insbesondere die Siebplatten der Siebröhren des Phloems und die Tüpfel der Tracheen im Xylem erwähnenswert.
Bilder 43-48: Leitbündel im Rhizom
  • Bild 43: Die Leitbündel des Rhizoms im Überblick. Diese sind ganz ähnlich wie die des Halms oder Sprosses aufgebaut. Die regemäßige Anordnung täuscht hier: auch im Rhizom liegen die Leitbündel frei im Mark verstreut. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 200x
  • Bild 44: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung.
  • Bild 45: In dieser Aufnahme lassen sich gut die Tüpfel in den Wänden der großen Trachee erkennen, die dem Wasseraustausch mit dem umliegenden Gewebe dienen. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 400x.
  • Bild 46: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung.
  • Bild 47: In diesem etwas dickeren Schnitt ist eine Siebplatte in einer der Siebröhren des Phloems schön zu erkennen. Da die Siebröhren lang gestreckte Zellen sind, geht man bei der Suche nach den Siebplatten oft leeer aus, wenn nicht genügend Schnitte vorliegen. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 400x
  • Bild 48: Die selbe Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung.
Eine Trachee hat einen Durchmesser von ca. 60 µm, eine Siebröhre von ca. 20 µm und eine Siebpore in der Siebplatte von ca. 1,7 µm. Die Trachee in den Bildern 45 und 46 ist etwas schräg angeschnitten, so dass man sehr gut die Tüpfel erkennen kann.

Die Wurzel

Nun haben wir uns bis zur Wurzel vor gearbeitet. Sie ist das letzte Organ des Muriel-Bambus, das ich im Rahmen dieses Artikels zeigen kann. Zunächst wieder im Makro ein Stück Rhizom mit Wurzel und ein sauber gespültes Wurzelgeflecht.
Bild 49: Rhizom mit Wurzeln in der Makroaufnahme
Bild 49: Rhizom mit Wurzeln in der Makroaufnahme
Bild 50: Ein Teil des Wurzelgeflechts in der Makroaufnahme
Bild 50: Ein Teil des Wurzelgeflechts in der Makroaufnahme
Der Muriel-Bambus hat ein Wurzelgeflecht, das von den Knoten der Rhizomen aus geht.  Dies ist typisch für einkeimblättrige (monokotyledone) Pflanzen, deren Keimwurzel oft sehr schnell verkümmert. Stattdessen kommt es zur Bildung von seitlichen sprossbürtigen Wurzeln. Da eine ausgezeichnete Haupt- wurzel fehlt, spricht man von einem homorhizen Wurzelsystem.

Wie sieht das ganze im Präparat aus? Hier eine dritte Makroaufnahme von einem fertig präparierten Querschnitt einer älteren Wurzel mit einer Seitenwurzel.
Bild 51: Makroaufnahme vom Querschnitt durch eine Wurzel mit ausbrechender Seitenwurzel. Färbung W3Asim II
Bild 51: Makroaufnahme vom Querschnitt durch eine Wurzel mit ausbrechender Seitenwurzel. Färbung W3Asim II
Werfen wir zunächst einen Blick auf die Wurzelgewebe im Allgemeinen und die Austrittsstelle der Seitenwurzel.
Bilder 52-57: Wurzelgewebe und Seitenwurzel
  • Bild 52: Die Wurzel vom Zentralzylinder bis zur Exodermis; Färbung W3Asim II, Vergrößerung 100x
  • Bild 53: Die gleiche Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 54: Hier zweigt die Seitenwurzel vom Zentralzylinder ab und durchbricht regelrecht die Wurzelrinde. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 50x
  • Bild 55: Die gleiche Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 56: Am Rande des Durchbruchs zeigen sich die Grenzflächen der Gewebe der Nebenwurzel. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 100x
  • Bild 57: Die gleiche Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung
Die Endodermis als Grenze zwischen dem Zentralzylinder und der Wurzelrinde ist natürlich immer besonders interessant. Die becherförmigen Suberin- einlagerungen der tertiären Endodermiszellen der älteren Wurzel dichten den Zentralzylinder ab. Wasser und gelöste Nährstoffe können ihn nur durch die Protoplasten der Durchlasszellen erreichen, die verteilt in der Endodermis liegen. So kann die Pflanze durch Konzentrationsgefälle und osmotischen Druck die Aufnahme von Wasser und den darin gelösten Mineralstoffen steuern. Hier war es nicht einfach, solche Durchlasszellen zu finden, daher kann ich leider nur eine vergleichsweise schlechte Aufnahme anbieten.  
Bilder 58-64: Zentralzylinder und Endodermis
  • Bild 58: Detail aus der Wurzel des Muriel-Bambus. Unten der Zentralzylinder mit den Leitbündeln, in der Mitte die tertiäre Endodermis und darüber die Wurzelrinde. Frischer, ungefärbter Schnitt, Vergrößerung 100x
  • Bild 59: Ein ähnlicher Ausschnitt im mit W3Asim II gefärbten Präparat. Die Vergrößerung auch hier 100x
  • Bild 60: Etwas näher heran. Frischer, ungefärbter Schnitt, Vergrößerung 200x
  • Bild 61: Und hier wieder ein ähnlicher Ausschnitt im gefärbten Präparat. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 200x
  • Bild 62: Die gleiche Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung
  • Bild 63: Die Endodermis mit zwei Durchlasszellen und einem großen Artefakt (vermutlich blau angefärbte Schleimstoffe aus der Wurzel). Färbung W3Asim II, Vergrößerung 400x
  • Bild 64: Die gleiche Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung
Zum Schluss noch eine Verletzung der Wurzelrinde und der verlauf der Leitbündel im Bereich der Abzweigung der Nebenwurzel.
Bilder 65-67: Verletzung der Wurzelrinde und Leitbündelgabelung im Bereich der Seitenwurzel
  • Bild 65: Verletzung der Wurzelrinde; Färbung W3Asim II, Vergrößerung 200x
  • Bild 66: Im Bereich der Abzweigung der Nebenwurzel geht es bei den Leitbündeln im Zentralzylinder drunter und drüber. So ist sicher gestellt, dass eine redundante Anbindung erfolgt, die nicht so anfällig gegenüber Verletzungen ist. Färbung W3Asim II, Vergrößerung 200x
  • Bild 67: Die gleiche Aufnahme wie im Bild zuvor, jedoch mit Beschriftung
Das Gewebe unterhalb der Verletzung in Bild 65 wird bereits zersetzt, was an der braunen Färbung zu erkennen ist. Hier kann sich die stark verholzte Wurzel wohl nicht so gut wehren, zumindest ist kein Wundgewebe (Kallus) zu erkennen, wie es z.B. bei einer früher gezeigten Efeuwurzel der Fall war.
Literatur und Links
[1]  Anatomy of Seed Plants, 2nd Edition
      Katherine Esau, Wiley-India Reprint 2011.

[2]  Pflanzenanatomisches Praktikum I
      Braune, Leman, Taubert, Spektrum 2007.

[3]  Botanische Schnitte mit dem Zylindermikrotom
      Jörg Weiß, MBK 2011

[4]  Wacker für Alle
      W3Asim Färbungen von Rolf-Dieter Müller, MKB 2011

[5]  Tabelle der Abkürzungen zur Pflanzenanatomie
      Jörg Weiß, MKB 2013

[6]  Bambus Lexikon
      Viele Informationen rund um unterschiedliche Bambusarten
Bildquellen
  • Bild 1: Muriel-Bambus im Zoo von San Diego
    Aus Wikipedia, User "Stickpen", gemeinfrei (2008) 
  • Alle anderen Aufnahmen vom Autor des Artikels
      
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Mai 2014
Männlicher Eibenzapfen (Taxus baccata) mit Pollen von Horst-Dieter Döricht
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April 2014
Spross des Efeus (Hedera helix) in W3Asim II - Färbung. Aufnahme mit einer Smartphone Kamera freihändig durch das Okular von einer Teilnehmerin der Lehrerfortbildung am Grotenbach Gymnasium Gummersbach.
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März 2014
Maritimer Fadenwurm im Polarisationskontrast von Frank Fox
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Februar 2014
Ungefärbter Querschnitt durch das Blatt des Pampasgrases (Cortaderia selloana) von Jörg Weiß
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Januar 2014
Parietin-Sublimation im freien Raum an Stahlwolle von Heike Buchmann
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Dezember 2013
Die Diatomee Hemiaulus proteus im Hellfeld von Päule Heck
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November 2013
Die Wimpernkugel Volvox aureus im Interphako von Frank Fox
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Oktober 2013
Zwei Algen der Art Micrasterias rotata, Aufnahme von Rudolf Krönung.
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September 2013
Rückenschild und Flügelansätze der Grünen Futterwanze, Aufnahme von Horst-Dieter Döricht
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August 2013
Mit W3Asim II gefärbter Querschnitt durch den Thallus eines Blasentangs (Fucus vesiculosus), Aufnahme von Jörg Weiß.
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Juli 2013
Gelbe Blattwespe (Nematus tibialis), Aufnahme von Horst-Dieter Döricht.
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Juni 2013
Gold in der lamellaren Verwachsung von Kupferkies (gelb) und Bornit (rotbraun). Grube Hohlestein an der Eisernhardt, Siegen. Aufnahme Prof. Holger Adelmann.
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Mai 2013
Spinnenfaden bei 1000-facher Vergrößerung im DIC. Präparation und Schwarzweiß-Aufnahme von Anton Berg.
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April 2013
Papyrus (Cyperus papyrus) ungefärbt in der Primärfluoreszenz. Präparation und Aufnahme von Rolf-Dieter Müller.
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März 2013
Diatomee im Interferenz-Phasenkontrast. Präparation und Aufnahme von Frank Fox.
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Februar 2013
Ungefärbter Querschnitt durch das Blatt einer Kamelie. Präparation und Aufnahme von Jörg Weiß.
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Januar 2013
Leitbündel aus dem Mittelstrang der Frucht eines Zitronenbaums (Citrus x limon). Das filigrane Präparat ist nur 7 µm dick und wurde von Anton Berg erstellt. Zum Vergleich: die meisten hier gezeigten botanischen Schnitte haben eine Dicke von ca. 50 µm. Aufnahme von Jörg Weiß.
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Dezember 2012
Anschliff einer Kohle aus der Grube Fürst Leopold in der Auflichtfluoreszenz; Anregung mit einer Wellenlänge von 470 nm. Aufnahme von Dr. Horst Wörmann.
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November 2012
Schwimmhaare auf der Blattoberseite eines tropischen Schwimmfarns aus der Familie Salvinia. Aufnahme von Frank Fox.
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Oktober 2012
Rezente Diatomee Bacteriastrum furcatum Shadbolt aus dem Golf von Thailand. Aufnahme von Päule Heck.
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September 2012
Die hier gezeigte Spaltöffnung aus Rhynie Chert Material ist 400 Millionen Jahre alt. Aufnahme von Holger Adelmann.
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August 2012
Eier einer Zuckmückenart (Chironomidae) im Phasenkontrast, Aufnahme von Frank Fox.
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Juli 2012
Porträt einer Frühen Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula), Aufnahme von Frank Fox.
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Juni 2012
Dünnschliff eines Quarzitschiefers aus den Italienischen Alpen, Dicke ca. 25 µm. Aufnahme von Holger Adelmann.
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Mai 2012
Tracheen im Xylem des Korallenbaums, Spross, Färbung W3Asim II, Vergrößerung 200x. Aufnahme von Jörg Weiß.
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April 2012
Porträt einer zwei Tage alten Fliegen. Aufnahme von Horst-Dieter Döricht.
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März 2012
Aus der Schmelze kristallisiertes Methylsulfonal im polarisierten Licht. Aufnahme von Frank Fox
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Februar 2012
Die Kieselalge Achnantes longipes. Aufnahme von Frank Fox
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Januar 2012
Primäres Xylem und Markparenchym aus dem Spross der Gewöhnlichen Jungfernrebe. Ungefärbtes Präparat, Aufnahme von Jörg Weiß.
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Dezember 2011
Flügelschuppen eines Großen Fuchses (Nymphalis polychloros) im Auflicht. Aufnahme Frank Fox.
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November 2011
'Dazu muss ich sagen, dass es mir nicht um irgendeine Form wissenschaftlicher Fotografie ging. Ich habe wilde Gemische hergestellt und dann nachgesehen, wie das Produkt aus sah. ... Genieß' das Spiel der Farben und Formen.' Aufnahme von Herne.
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Oktober 2011
Glockentierchen (Vorticellidae) im differenziellen Interferenzkontrast. Aufnahme von Frank Fox.
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September 2011
Die Radiolarie Hexacontium papillosum aus einem Präparat von Albert Elger. Aufnahme von Päule Heck.
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August 2011
Querschnitt durch den Spross des Gartenbambus (Fargesia murieliae). Vergrößerung 100x, Färbung W3Asim II. Aufnahme Jörg Weiß mit Leica C-Plan 10x an Leica DME. Kamera Canon PS A520.
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Juli 2011
Micrasterias rotata aus einer Wasserprobe von der Wuppertalsperre. Aufnahme Holger Adelmann mit der Moticam 2300 am Leitz Orthoplan mit 40er Plan Fluotar und DIC.
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Juni 2011
Bild 1
Angeschliffene Foraminifere aus einem Hydrobienkalk des Untermiozän. Fundort Dexheim bei Mainz. Präparation Fa. Krantz, Aufnahme Prof. Holger Adelmann.
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Juni 2011
Bild 2
Kopf mit Mundwerkzeugen und vorderes Körperdrittel einer nicht näher bestimmten Zuckmückenlarve (Chironomus sp.). Präparation und Aufnahme von Frank Fox.
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Mai 2011
Querschnitt vom Rollblatt des Strandhafers (Ammophila arenaria), Schnittdicke ca. 50 µm, Färbung Wacker W3A. Stitch aus 240 Einzelaufnahmen mit Zeiss Standard WL, Plan Apo 25x/0.65, Kamera Canon EOS 5D MK II mit Vollformat-Chip. Stitching mit Canon Photostitch.
Präparat von Jörg Weiß, Aufnahme von Joachim Schwanbeck.
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April 2011
Eidechsenschwanz (Houttuynia cordata), Abdruck von der Blattunterseite, erstellt mit UHU Hart. Hellfeld.
Vergrößerung 200x, Länge des Bildausschnitts im Objekt ca. 0,5 mm. Aufnahme und Präparation von Jörg Weiß.
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März 2011
Auskristallisierte Mineralstoffe aus flüssigem Kunstdünger. Zeiss Jenamed mit Planapochromat 12,4x CF250, polarisiert mit Lambda-Platte, Einzelaufnahme mit Vollformat-Kamera Canon 5D Mark II.  Aufnahme und Präparation von Frank Fox.
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Februar 2011
Nadelquerschnitt der Schlangenhaut-Kiefer (Pinus heldreichii). Aufnahme und Präparation von Rolf-Dieter Müller, Stitch aus ca. 70 Einzelbilder. Schnittdicke 25 µm, Färbung Wacker W3A (Acridinrot, Acriflavin, Astrablau).
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Januar 2011
Achtung, großes Bild!
Eidechsenschwanz (Houttuynia cordata), Leitbündel. Aufnahme von Prof. Holger Adelmann, Präparat von Jörg Weiß.
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Dezember 2010
Metapelit, Dicke ca. 25 µm, Präparation durch Willi Tschudin, Aufnahme von Dr. Horst Wörmann.
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November 2010
Simocephalus vetulus (Anomopoda), der Plattkopf- Wasserfloh. Aufnahme von Päule Heck.
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